Jüdisches Museum Wien feiert international Erfolge

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, kann für das Jahr 2019 nicht nur im Inland, sondern auch international eine erfreuliche Bilanz ziehen: Insgesamt sahen im vergangenen Jahr 264.000 Menschen Ausstellungen des Jüdischen Museums Wien, rund 144.000 Personen an den zwei Standorten in Wien und rund 120.000 Personen im Ausland.

 Kabbala im Jüdischen Museum Wien  Copyright: Agentur Wulz Services
Kabbala im Jüdischen Museum Wien Copyright: Agentur Wulz Services

Erfolgreiche Ausstellungen auf Reisen:

Von Warschau über Amsterdam und Paris bis nach New York

Zu den erfolgreichsten Auslandsausstellungen des Jüdischen Museums Wien zählten "Kabbalah" im Joods Museum in Amsterdam und "Helena Rubinstein. Die Schönheitserfinderin" im Musée d´art et d´histoire du Judaïsme in Paris. Die Schau über die Geschichte der Kabbalah, die in Zusammenarbeit mit dem Joods Museum Amsterdam entstand, besuchten 79.000 Personen. Die Lebensgeschichte der Helena Rubinstein zog rund 37.000 BesucherInnen in Paris an. Weiters waren die Ausstellung "VOID" im Austrian Cultural Forum New York und "Von Generation zu Generation. Die neue Haggada von Arik Brauer" im österreichischen Kulturforum in Warschau zu sehen.

"Das Jüdische Museum Wien vermittelt mit seinen vielfältigen Ausstellungen nicht nur Wissen, sondern regt auch die Emotionen und den Verstand des Publikums gleichermaßen an. Das fasziniert nicht nur die Wienerinnen und Wiener, dieses Engagement weiß man auch im Ausland zu schätzen. Wir sind daher sehr stolz, dass die Ausstellungen des Museums auch international gut angenommen werden", so Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding.

"Es ist immer eine ganz besondere Ehre und Freude unsere Ausstellungen an verschiedenen Orten weltweit präsentieren zu können. Besonders erfreulich ist, dass so die Wiener jüdische Geschichte auch im Ausland erfahrbar gemacht werden kann", betont Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien.

Internationale Ausstellungen 2020 in New York, Lemberg und Krakau

Auch 2020 und darüber hinaus wird das Jüdische Museum Wien mit seinen erfolgreichen Ausstellungen international vertreten sein. Geplant sind Präsentationen in Europa und in den USA.

Ab September 2020 wird die Ausstellung "Die drei mit dem Stift. Lily Renée, Bil Spira und Paul Peter Porges", die von 8. Mai bis 17. November 2019 im Museum Judenplatz zu sehen war, in New York gezeigt. Die Ausstellung dreht sich um drei KünstlerInnen, die als jüdische Kinder in Wien aufwuchsen, ihre Heimat nach dem "Anschluss" verlassen mussten und anderswo erfolgreich wurden. Sie haben Comics und Cartoons gezeichnet, illustriert und karikiert, was ihnen naheging. "Die drei mit dem Stift" setzten als Überlebende ihre Stifte als Waffen ein und zeichneten mit unterschiedlichen Methoden gegen ihre Verfolger an.

Die Ausstellung "Café As. Das Überleben des Simon Wiesenthal", die von 29. Mai 2019 bis 12. Jänner 2020 in Wien gezeigt wurde, macht Ende 2020/Anfang 2021 in Lemberg und Krakau Station. Es ist die Geschichte einer Wiederentdeckung, nämlich der Architekturentwürfe von Simon Wiesenthal, die lange als verschollen galten. Das Konvolut umfasst 80 Zeichnungen für ein nie umgesetztes Kaffeehaus, das Café As. Das Zeichnen dieser Entwürfe wurde für Simon Wiesenthal im Konzentrationslager Mauthausen zum Lebenselixier und sie sind Zeugnis des Überlebens im mörderischen System des Nationalsozialismus.

Verlängerte Ausstellung über Ephrussis demnächst auch in New York zu sehen

Auch die Schau "Die Ephrussis. Eine Zeitreise" die in Wien seit 6. November 2019 läuft und aufgrund des großes Erfolgs bis 13. April 2020 verlängert wurde, wird international präsentiert. Das Jewish Museum New York wird die Schau ab März 2021 in New York zeigen. Die Ausstellung zeichnet den Weg der Familie Ephrussi, ihre freiwilligen sowie unfreiwilligen Reisen zwischen Russland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den USA, Mexiko, Japan und anderen Ländern nach. Anhand von ausgewählten Objekten, Dokumenten und Bildern wird der wirtschaftliche und gesellschaftliche Werdegang einer europäisch-jüdischen Familie dargestellt, deren Nachfahren heute durch Flucht und Vertreibung in der ganzen Welt verstreut leben.

Aktuelle Ausstellungen in Wien zu Café Palmhof und Hedy Lamarr

Derzeit zeigt das Jüdische Museum Wien am Standort Dorotheergasse die Ausstellung "Wir bitten zum Tanz. Der Wiener Cafetier Otto Pollak". Im Museum Judenplatz ist "Lady Bluetooth. Hedy Lamarr" noch bis 10. Mai 2020 zu sehen. Das Jüdische Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien, ist von Sonntag bis Freitag 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der zweite Standort, Museum Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien, ist von Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, freitags 10 bis 14 Uhr (Winterzeit) bzw. 17 Uhr (Sommerzeit) geöffnet.