Königsphyton in Sicherheit

30.06.2018

Sima: Laut Bundesregierung wird auch bei Verstößen gegen Tierschutzgesetz künftig ermahnt statt gestraft!

Die vor wenigen Tagen am Wilhelminenberg gesichtete Königsphyton ist in Sicherheit: Eine Spaziergängerin hat sie laut MA 60 - Veterinärdienste der Stadt Wien in der Nähe der Feuerwache in der Johann Staud Strasse in Ottakring gesichtet und gemeldet. Die Tierrettung der Stadt Wien hat das ca 1 m lange, völlig ungefährliche Tier geborgen, es ist wohl auf und wurde in den Reptilienzoo Forchtenstein gebracht. Es ist ungeklärt, ob das Tier seinem Besitzer entwischt ist oder ausgesetzt wurde. Wer ein Tier aussetzt, dem drohen laut Tierschutzgesetz 7500 Euro Strafe, im Wiederholungsfall das doppelte.

Angesichts des aktuellen Falls weist Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima einmal mehr auf negative Veränderungen durch die von der Bundesregierung geplanten Novelle zum Verwaltungsstrafgesetz hin: "Türkis-blau will auch in Fällen, in denen Tiere ausgesetzt oder schlecht behandelt werden, zuerst beraten, statt strafen. Das ist völlig absurd und zum Nachteil der armen Tiere!", so Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima. Plant doch die Bundesregierung mit der Novelle zum Verwaltungsstrafgesetz, künftig beim ersten Vergehen verpflichtend zu ermahnen, statt zu strafen. Das betrifft neben Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sehr viele andere Bereiche, wie etwa Sauberkeitsdelikte, illegale Wettlokale, Lärm, Alkoholkonsum am Praterstern und vieles mehr. Sima appelliert einmal mehr an die Bundesregierung, ihre Pläne zu überdenken und die bisherige Praxis beizubehalten.

Fundtiere sind bei der Tierschutzhelpline der Stadt Wien unter 01/4000-8060 zu melden.