Ludwig bei Spatenstich für Professorengästehaus in der Seestadt

15.06.2018

In der Seestadt Aspern entsteht ein Gästehaus für ForscherInnen der Technischen Universität Wien und der Uni Wien, egal ob für Post-Docs oder ProfessorInnen. Es beinhaltet 140 Apartments mit 179 Plätzen in ein- bis drei-Zimmer-Einheiten. Gemeinschaftsräume wie Turnsaal, Wellness-Bereich und Bibliothek sind ebenso vorhanden. Außerdem wird eine Volkshochschule eingegliedert. Die BewohnerInnen können beide Unis mit der U2 erreichen. Die Idee zu diesem Gästehaus geht auf die beiden Jubiläen - 650 Jahre Uni Wien und 200 Jahre TU Wien - zurück. Das gesamte Ensemble mit dem Namen "sirius" umfasst weiters etwa hundert Wohnungen, Geschäftslokale und Büroflächen. Im Jahr 2020 wird es den BewohnerInnen übergeben.

Bürgermeister Michael Ludwig nahm heute, Freitag, den Spatenstich vor: "Wir wollen als Stadt gute Rahmenbedingungen für WissenschafterInnen schaffen, die aus dem Ausland kommen. Denn Wien ist auch eine Wissensstadt. Die Seestadt mit guter Infrastruktur vor Ort - Kindergärten und Schulen - ist dafür besonders gut geeignet. Hier kann man die Vorteile einer Großstadt und jene einer kleinen Gemeinschaft nutzen. Die Seestadt verbindet Innovation und soziales Netzwerk."

Wien als Unistadt

Mit etwa 190.000 Studierenden ist Wien aktuell die größte Uni-Stadt im deutschsprachigen Raum. Danach folgen Berlin mit 160.000, München mit 106.000, Hamburg mit 91.000 und Zürich mit 60.000 Studierenden. Außerdem gibt es 1.500 private und öffentliche Forschungseinrichtungen, in denen knapp 43.700 Menschen arbeiten. Die Forschungsquote liegt bei 3,5 Prozent, die geforderte Quote der Europäischen Union beträgt bis zum Jahr 2020 drei Prozent. Damit soll Wien auch zu einer Stadt des Wissens werden, in der Wissenschaft, Forschung und Technologie gefördert werden. Die "Scientific Community" hat seit 2015 zudem ihren eigenen "Ball der Wissenschaften".