Ludwig: „Jetzt können wir gefährdete Zielgruppen rasch impfen“

26.12.2020
Copyright C.Jobst/PID
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Eskortierter Spezialtransport brachte die ersten rund 10.000 Impfdosen am Stefanitag nach Wien, von wo sie in die anderen Bundesländer verteilt werden.

"Am 27. 1. haben wir erstmals den Krisenstab im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingerichtet, am 27. 12. können in Wien die ersten Personen geimpft werden", sagte Wiens Landeshauptmann und Bürgermeister Michael Ludwig beim heutigen Medientermin in Wien-Simmering, der anlässlich der Lieferung des Impfstoffes der Hersteller Biontech-Pfizer, gemeinsam mit Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner beim Vertriebs- und Logistikstützpunkt Herba Chemosan stattfand."

Diese heute in Österreich eingetroffenen 9.750 Impfdosen sind die erste Antwort auf die Infektion Covid-19, die durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst wird. In einer großangelegten Studie wurde der Impfstoff an 44.000 Probanden weltweit getestet. Letzten Montag erhielten wir von der Europäischen Kommission die Zulassung für BNT162b2 - wie der Impfstoff konkret heißt. Ein Meilenstein gemeinschaftlicher, globaler Bemühungen. Nur vier Tage später konnte der Impfstoff in alle 27 Länder geliefert werden", sagte Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Corporate Austria. Andreas Windischbauer, Vorsitzender des Vorstands Herba-Chemosan ergänzte: "Der pharmazeutische Großhandel ist hoch motiviert. Der neue Impfstoff wird bei knapp -80 Grad Celsius gelagert und wir haben 120 Stunden Zeit ihn bei 2 bis 8 Grad verabreichen zu können. Für 5.000 Menschen ist es ein erster großer Schritt in die Normalität".

Europaweiter Impfstart
"Es ist ein großer Erfolg für die Europäische Union gleichzeitig die Impfaktion starten zu können. Die Stadt Wien werde alles daran setzen, schnell möglichst viele Personen zu gewinnen, sich impfen zu lassen", betonte Ludwig. Schon bei der Gratis-Grippeimpfung ab Oktober sei es gelungen, die Impfrate von 8 auf 25 Prozent zu erhöhen. Auch der Corona-Impfstoff werde niederschwellig angeboten, um möglichst viele Menschen impfen zu können. Für Wien sind 2.000 Impfdosen vorgesehen, zahlreiche weitere werden folgen. Viele WissenschafterInnen hätten dankenswerterweise intensiv daran gearbeitet, das in so kurzer Zeit zu ermöglichen. "Morgen, Sonntag wird in der Klinik Favoriten der Vorstand Christoph Wenisch als erster geimpft und weitere RisikopatientInnen dieses Spitals sowie die ersten Personen im Pflegehaus Leopoldau", sagte Bürgermeister Ludwig.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich ebenso erfreut: "Der Impfstoff ist das schönste Weihnachtsgeschenk, das es gibt. Damit läuten wir eine Trendwende ein zu mehr Hoffnung im Kampf gegen das bösartige Virus. Ich wünsche mir, dass sich in den nächsten Monaten möglichst viele Menschen impfen lassen. Damit bald die Einschränkungen zurückgefahren werden können."

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bedankte sich beim Österreichischen Bundesheer, das die weitere Verteilung der Impfdosen von Wien aus übernehmen werde. "Die Soldatinnen und Soldaten waren schon beim Contact Tracing und den Testungen immer zur Stelle und nun bringen sie den Impfstoff in die Steiermark und die westlichen Bundesländer".

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