Martin Peterl unterstützt die Covid-19-Petiton

09.02.2022

Der Korneuburger SPÖ-Bezirksvorsitzende und Stadtrat Martin Peterl unterstützt die von Nationalrat Rudolf
Silvan gestartete Petition, die sich für die ausnahmslose Anerkennung von berufsbedingten Infektionen
mit COVID-19 als Berufskrankheit einsetzt. Das hat den Vorteil, dass die AUVA, wenn eine Krankheit als
Berufskrankheit anerkannt wird, sowohl Heilbehandlung und Rehabilitation als auch unter bestimmten
gesetzlichen Voraussetzungen die finanzielle Entschädigung (Rente) der Betroffenen übernimmt. "Ich habe
die Petition deshalb natürlich auch schon unterzeichnet und bitte alle Weinviertlerinnen und Weinviertler
ebenfalls um Unterstützung. Denn diese Krankheit kann jeden von uns treffen", sagt Bezirksvorsitzender
Martin Peterl.

Das wäre vor allem für Erkrankte mit schweren Verläufen oder für Long-Covid-Erkrankte eine echte Verbes-
serung. Der Vorteil einer Einstufung als Berufserkrankung ist, dass über die AUVA nicht nur eine meistens
sofortige Reha angeboten würde sondern auch eine qualitativ hochwertige Umschulung, wenn Erkrankte
nicht mehr fähig sind, ihren alten Job auszuüben. Viele dieser Leistungen müssen andernfalls - wie auch
bei einer Ansteckung im privaten Bereich - privat bezahlt werden oder sind mit langen Wartezeiten ver-
bunden. Denn dann kommt in dem meisten Fällen die ÖGK zum Zug anstatt der AUVA.

Im Bezirk Korneuburg sind rund 15.500 Menschen in den vergangenen zwei Jahren an Corona erkrankt,
davon leiden oder litten rund 10 bis 15% an Long-Covid und nocheinmal zumindest 10 Prozent litten an
schweren Covid-Verläufen. Man geht sogar von bis zu 15 Prozent jeweils aus, wobei sich diese Personen-
gruppen teilweise überschneiden. Da sind alle Kombinationen möglich von leichtem Verlauf und schwe-
rem Long-Covid bis hin zu schwerem Verlauf ohne Long-Covid.

Konkret werden in Österreich nur jene berufsbedingten Covid-19 Infektionen als Berufskrankheiten aner-
kannt, wenn eine Ansteckung in folgenden Einrichtungen bzw. Unternehmungen stattgefunden hat: Kran-
kenhäuser, Heil- und Pflegeanstalten, Entbindungsheime und sonstige Anstalten, die Personen zur Kur
und Pflege aufnehmen, öffentliche Apotheken, ferner Einrichtungen und Beschäftigungen in der öffent-
lichen und privaten Fürsorge, in Schulen, Kindergärten und Säuglingskrippen und im Gesundheitsdienst
sowie in Laboratorien für wissenschaftliche und medizinische Untersuchungen und Versuche sowie in Jus-
tizanstalten und Hafträumen der Verwaltungsbehörden bzw. in Unternehmen, in denen eine vergleichbare
Gefährdung besteht. "Wir sind dafür, dies auf alle Arbeitsplätze auszuweiten - wo auch immer man sich
mit Covid-19 anstecken kann", so Peterl.

Hier geht's zur Petition: Berufskrankheit COVID19 anerkennen:
https://noe.spoe.at/petitionen/berufskrankheit-covid1