MAVKA – HÜTERIN DES WALDES

24.05.2023

Kino und TV

Ein Film von Oleg Malamuzh und Oleksandra Ruban
3D-Animationsfilm, Ukraine 2023, 90 Minuten, FSK ab 6 Jahren

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- Synopsis -
Die riesigen ukrainischen Wälder stecken voller Geheimnisse. Im Schutz der Bäume leben
wundersame Wesen im Einklang mit der Natur. Mavka ist die junge Seele des Waldes – zart,
sanftmütig und gütig. Alle sind erstaunt, als die Obersten Waldgeister ausgerechnet die zierliche
Mavka zu ihrer neuen Hüterin wählen, um das Naturreich und die magische Lebensquelle – das
Herz des Waldes – vor den Menschen zu beschützen. Noch ahnen die Waldbewohner nicht, wie
nah ihre junge Hüterin den Menschen schon ist: Der sympathische Dorfjunge Lukas hat mit seiner
wundervollen Musik Mavkas Herz bezaubert. Und auch Lukas hat sich in das hinreißende
Waldwesen verliebt. Doch Unheil naht. Die selbstsüchtige Kilina will unbedingt in den Besitz der
magischen Lebensquelle gelangen. Kilina schürt Angst und Zorn zwischen den einfachen
Dorfbewohnern und den scheuen Waldwesen. Mavka steht vor einer unmöglichen Entscheidung:
sie muss zwischen ihrer Liebe zu Lukas und ihrer Pflicht als Wächterin des Waldes wählen.
Meisterhaft illustriert und mit faszinierender Farbenpracht taucht MAVKA – HÜTERIN DES
WALDES ein in die magische Welt der slawischen Mythen und Legenden. Inspiriert von dem
klassischen ukrainischen Theaterstück "Waldlied" von Lessja Ukrajinka, gelingt den Filmemachern
Oleg Malamuzh und Oleksandra Ruban ein atemberaubendes und berührendes Kinoabenteuer für
die ganze Familie. Zauberhafte Wesen und einzigartige Naturbilder begleiten die junge Mavka, ein
Geschöpf aus der ukrainischen Mythologie und junge Seele des Waldes, bei ihrem berührenden
Abenteuer, das Naturreich und auch ihr eigenes Herz zu retten. Eine wundervolle Parabel über die
Macht der Liebe, die nicht nur vereint, sondern auch die Quelle allen Lebens ist.
Europäische Kinoerfolge:
Die zauberhafte Geschichte um Mavka, die junge Seele des Waldes, die sich zwischen der Liebe
zum jungen Musiker Lukas und ihrer Pflicht als Hüterin des Waldes entscheiden muss, ist mit über
1 Million Besuchern der erfolgreichste Film aller Zeiten in der Ukraine. Und seit 27. April 2023
begeistert MAVKA – HÜTERIN DES WALDES das in Deutschland lebende, ukrainische Publikum
in der Originalfassung – ein Überraschungserfolg mit mehr als 50.000 Besuchern nach nur einer
Kino-Woche.
Neben dem Sensationserfolg im Heimatland selbst sorgte MAVKA auch europaweit bereits für
starke Kinoerfolge: Darunter in Frankreich mit inzwischen über 500.000 Besuchern und einem Box
Office von über 3,5 Mio. US-Dollar und in Italien mit über 100.000 Besuchern nach dem zweiten
Wochenende; in den Niederlanden konnten nach zwei Wochen der Auswertung bereits über
300.000 US-Dollar Box Office gezählt werden. Und in Spanien stieg MAVKA kurz nach dem
Kinostart mit über 50.000 Besuchern in die Top 5 der Kinocharts. Die Anzeichen für die restlichen
europäischen wie auch weltweiten Starts stehen ebenfalls auf Erfolgskurs

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- Über die Produktion -
MAVKA – DIE HÜTERIN DES WALDES zählte zu den lang erwarteten Animationsfilmen der
Ukraine, aber auch dem europäischen Publikum ist das Projekt weithin bekannt. Es wurde vom
Studio Animagrad (FILM.UA Gruppe) in Kiew produziert. Die Regie übernahmen Oleg Malamuzh
und Oleksandra Ruban. Die Geschichte des Films basiert auf alten slawischen Mythen und
Legenden und ist inspiriert von dem Theaterstück "Waldlied" (1918) von Lesya Ukrainka, einer
ukrainischen Dichterin, Schriftstellerin und Inspiratorin der Frauenbewegung. Im Mittelpunkt steht
das Waldwesen Mavka, die junge Seele und neue Hüterin des Waldes. Sie muss sich zwischen
Liebe und Pflicht entscheiden, als sie sich in den jungen Menschen Lukas verliebt. MAVKA – DIE
HÜTERIN DES WALDES möchte der Welt die ukrainische Kultur mit ihren besonderen Traditionen,
ihren Bräuchen, der Musik und Natur etwas näher bringen. Im Kern ist es aber eine Geschichte
über die Macht der Liebe, zu vereinen, zu retten und Leben zu schenken.
Auch die Natur und ihr Wohlergehen spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte. Ein Element
des Films, das diese Mission unterstützen soll, ist der Wald von Mavka, der von gefährdeten Tier-
und Pflanzenarten bewohnt wird, um das Bewusstsein für das Problem des Aussterbens und des
Verlusts natürlicher Lebensräume zu schärfen. Gemeinsam mit dem WWF Ukraine wurde die
Kampagne "Retten wir den Luchs" gestartet.
Die ukrainische Kultur, in ihrer noch unentdeckten Besonderheit und ihrer authentischen
Eigenschaften (Traditionen, Bräuche, Musik, Orte, Ornamente usw.) standen ebenso im Fokus des
Projekts. Beispielsweise ist die etablierte ukrainische Modedesignerin Olga Navrotska für die
Kostüme der Figuren verantwortlich. Ihre Entwürfe kombinieren Elemente wie Fantasie, nationale
Motive, Anspielungen auf die Schönheit der Natur und Anklänge an Mythen, die alle mit dem
Thema des Films und den darin enthaltenen Welten in Einklang stehen. Die im Film verwendeten
Kulissen und Außenaufnahmen basieren auf realen ukrainischen Schauplätzen und berühmten
Touristenattraktionen: u.a. den Karpaten- und Polissya-Wäldern, dem Dorf Vilkovo und der Buky-
Schlucht. Der Original-Soundtrack wurde von bekannten ukrainischen Musikern geschrieben und
ist eine Mischung aus ukrainischen Volksliedern in modernen Adaptionen sowie eigens für den
Film geschaffenen Kompositionen. Die ukrainische Ethno-House-Band DakhaBrakha und der
ukrainische Musiker Maksym Berezhnyuk waren die ersten, die an dem Soundtrack arbeiteten.
Auch während des Krieges gingen die Produktionsarbeiten weiter. Jedoch unter schwersten
Bedingungen. Das Team berichtet von herzzerreißenden Erfahrungen. Der 2D- und 3D-
Animationskünstler Kostyantyn Fedorov arbeitete aus einem Bombenschutzbunker heraus. 3D-
Animationskünstlerin Natalia Lenskaia berichtet von der Angst, die sie und ihre Familie hatten als
sie ohne Heizung, Strom, Wasser oder Internet überleben mussten, und hofften, noch evakuiert
werden zu können. Sie musste mit ansehen, was mit denen geschah, die es nicht schafften. Art
Director Kristian Koskinen überlebte mit seiner Frau und ihrer 8 Monate alten Tochter in einem
Keller, in dem es keinen Strom, kein Internet und kein Wasser gab. Neben ihrem Haus schlug eine
Bombe ein, während seine Frau das Kind stillte. VFX-Künstler Anton Parii ist sogar der Armee
beigetreten, um die Ukraine verteidigen zu können. Alle im Produktionsteam sind stolz, auch in
diesen Zeiten an so einem wichtigen Projekt arbeiten zu können. Fünf der Produktionsmitglieder
lebten und arbeiteten in Gebieten, die von Russland besetzt wurden. Elf mussten mit ihren
Familien fliehen und leben jetzt nicht mehr in der Ukraine. 31 weitere flohen in andere Teile der
Ukraine, 4 sind der Armee beigetreten.