MitarbeiterInnen der Stadt Wien nähen Corona-Schutzmasken: 2.500 Stück werden für die MA34 hergestellt

09.04.2020
Copyright: Stadt Wien
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Wohnbaustadträtin Gaal: Großer Einsatz der MitarbeiterInnen ist beeindruckend und vorbildlich

Um die teilweise exponiert arbeitenden MitarbeiterInnen der MA34 zu schützen, beschloss das Bau- und Gebäudemanagement der Stadt Wien die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Die Idee: Den Mund-Nasen-Schutz selbst herstellen und die KollegInnen mit wiederverwendbaren (und mit 60 Grad waschbaren) Mund-Nasen-Schutzmasken aus Baumwollstoff ausstatten.

"Der große Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist vorbildlich. Diese gelebte Solidarität in der MA34 ist wirklich beeindruckend", so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal.

77 Meter Baumwollstoff für die ersten 1.500 Schutzmasken

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Da die Corona-Krise voraussichtlich noch andauern und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes bei der eigenen Arbeit, aber auch in Geschäften und anderswo notwendig wird, startete die Abteilung das Projekt. Dafür notwendige Grundstoffe wurden besorgt; mit etwas Glück konnte ein Restposten von insgesamt 77 Metern dunkelgrauem Baumwollstoff kurzfristig angekauft werden. Die Bänder und das erforderliche Nähgarn waren im Betrieb vorhanden.

In der Werkstätte wurde schnell mit der Produktion eines Prototypen begonnen. Nach einem Waschtest (Kochwäsche mit 60 Grad) wurde festgestellt, dass der Baumwollstoff über eine ausreichende Formstabilität verfügt. Auch eine Anleitung zur Herstellung und Fertigung der Mund-Nasen-Schutzmasken wurde bereits gestaltet.

In der Werkstätte werden derzeit die Maskengrundformen aus Stoffballen zugeschnitten. Für rund 500 Mund-Nasen-Schutz-Masken sind bereits die Basismaterialen zusammengestellt - also Stoff, Band und Garn.

50 Raumpflegerinnen im freiwilligen Einsatz

Das Material wird Mitarbeiterinnen aus der Gruppe der Raumpflegerinnen übergeben, die derzeit in Bereitschaftsdienst sind und sich spontan und freiwillig für die Produktion gemeldet haben.

Derzeit fertigen 50 Raumpflegerinnen auf freiwilliger Basis die Schutzmasken (in Heimarbeit) an. Gemeinsam wird daran gearbeitet, die logistischen Aufgaben wie Materialankauf, Zuschnitt, Herstellungsanleitung, Transport, Trageanleitung, Verteilung u.v.m. zu organisieren.

Der Plan: Die fertigen Schutzmasken werden nach Ostern zunächst jenen MitarbeiterInnen, die an den exponiertesten Arbeitsstellen eingesetzt sind (Gesundheitsbehörde, Rathaus, etc.), übergeben.

In einer ersten Etappe sollen rund 750 MitarbeiterInnen mit den Masken ausgestattet werden - sämtliche RaumpflegerInnen, HausarbeiterInnen, PortierInnen, AmtshauswartInnen, WerkstättenmitarbeiterInnen und StützpunktleiterInnen des Bau- und Gebäudemanagements. Dafür sind insgesamt 1.500 Masken erforderlich (mindestens zwei Masken je MitarbeiterIn).

In Folge sollen auch alle anderen MitarbeiterInnen der MA34 mit selbst gefertigten Mundschutzmasken ausgestattet werden. Das bedeutet, dass für die insgesamt 1.250 MitarbeiterInnen rund 2.500 Mundschutzmasken benötigt werden.

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