(Österreich )Nach OMV-Klage gegen Dossier und Spionageskandal fordert Greenpeace Rücktritt von OMV-Chef Rainer Seele

22.04.2021
succo auf Pixabay
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Greenpeace kritisiert Versuch der OMV, das unabhängige Medium Dossier mundtot zu machen, scharf

 Die heute bekannt gewordene Klage der OMV gegen das unabhängige Magazin Dossier stellt einen neuen unrühmlichen Tiefpunkt der Demokratiefeindlichkeit des rücktrittsreifen OMV-CEOs Rainer Seele dar. Dossier hat erst letzte Woche eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung eines OMV-Auftrags an internationale Spionagefirmen zur Überwachung der Zivilgesellschaft gespielt. Jetzt offenbart sich, dass Rainer Seele auch vor Angriffen auf unabhängige Medien nicht zurückschreckt. Die Umweltschutzorganisation fordert den Aufsichtsrat der OMV auf, dem demokratiefeindlichen Treiben ihres CEOs Rainer Seele unverzüglich einen Riegel vorzuschieben und ihn abzuberufen. Die OMV muss für vollständige Aufklärung der Überwachungsvorwürfe sorgen und die bedenkliche Klage gegen ein unabhängiges Medium zurückziehen. Nur so kann der Konzern das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher wiederherstellen.

"In seinem Antwortschreiben an Vizekanzler Werner Kogler, der Aufklärung der Überwachungsskandale gegen die Zivilgesellschaft gefordert hat, betonte Rainer Seele erst kürzlich, wie wichtig ihm freie Meinungsäußerung und eine lebendige Zivilgesellschaft seien. Eine Woche später zeigt sich, wie viel auf das Wort des OMV Chefs zu geben ist. Neben Klimaschützerinnen und Klimaschützern steht nun die freie Medienlandschaft auf der Abschussliste des Herrn Seele. Schluss damit: Die Aufsichtsratsvorsitzenden der OMV Mark Garrett und ÖBAG-Chef Thomas Schmid müssen endlich Konsequenzen ziehen. Dem demokratiefeindlichen Kurs des Rainer Seele muss sofort ein Ende gesetzt werden" fordert Greenpeace CEE Geschäftsführer Alexander Egit.

Erst heute wurden neue Details zur Zusammenarbeit der OMV unter der Leitung von CEO Seele mit der Überwachungsfirma Thompson & Clark in Neuseeland bekannt. Eine Investigativrecherche des neuseeländischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks belegt, dass Thompson & Clark friedliche Protestaktionen von Klimaschützer*innen von Greenpeace, Extinction Rebellion und Schulstreiks von School Strike 4 Climate, dem neuseeländischen Pendant zu Fridays For Future, systematisch ausspionierte, infiltrierte und unter anderem durch Sicherheitsleute untergrub.

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