Neu ab März 2022: Das Parkpickerl in allen Bezirken Wiens als aktiver Beitrag zum Klimaschutz

31.12.2021
pixabay
pixabay

Jetzt schon bequem online beantragen und damit Zeit und Geld sparen

Neuerungen kommen ab dem 1. März 2022 auf die AutofahrerInnen in den Bezirken Donaustadt, Floridsdorf, Liesing, Hietzing und Simmering zu: Ab dann gilt auch in diesen Bezirken das Parkpickerl. Die Parkraumbewirtschaftung ist ein Meilenstein für den Klimaschutz, wie bisherige Pickerl-Einführungen gezeigt haben, wird der Verkehr in der Millionenstadt reduziert, mehr auf die Öffis umgestiegen und mehr Platz für die Menschen geschaffen. Das Pickerl gilt jeweils nur für den eigenen Bezirk, wie es bisher schon in allen anderen Bezirken der Fall ist. In Simmering gilt es aktuell nur in Teilbereichen, mit 1. März 2022 in ganz Simmering - und somit gibt es ab dann in ganz Wien flächendeckende Parkraumbewirtschaftung.

Bislang knapp 18.200 online-Beantragungen: Geld und Zeit sparen

Schon jetzt kann das Parkpickerl bequem von zu Hause aus online beantragt werden: entweder ganz einfach auf wien.gv.at/parkpickerl oder mit Bürgerkarte oder Handysignatur, der digitalen Unterschrift. Es wird im Anschluss bequem per Post nach Hause geliefert. Man spart Zeit und bis zu 10,70 Euro. Bislang wurden knapp 18.200 Pickerl online beantragt. Achtung: Für die persönliche Beantragung ab 10. Jänner 2022 in den Magistratischen Bezirksämtern muss man einen persönlichen Termin vereinbaren - die Stadt rät zur bequemen Online-Beantragung, um Wartezeiten zu entgehen.

Öffi-Ausbau mit Einnahmen aus Parkpickerl

Die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung fließen direkt in den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Aktuell wird die U2/U5 gebaut, dazu kommen laufend neue Straßenbahnlinien wie die Linie 27, die Floridsdorf und die Donaustadt verbindet und auch grenzüberschreitende Straßenbahnlinien sind in Vorbereitung.

Öffi-Angebote und Park & Ride-Garagen für die PendlerInnen

Rund 300.000 Menschen pendeln täglich nach Wien, davon rund 200.000 mit dem Auto. Im rot-pinken Regierungsprogramm ist eine Halbierung der AutopendlerInnen bis 2030 festgeschrieben, das Parkpickerl ab 1. März 2022 in jedem Bezirk wird einen entscheidenden Beitrag dazu leisten. Für die PendlerInnen bringt die Neuerung natürlich neue Herausforderungen, sie sollen verstärkt auf die Öffis umsteigen oder Park & Ride-Anlagen nützen. Freie Kapazitäten haben zum Beispiel die Anlagen an den U1-Stationen Aderklaaer Straße und Leopoldau oder auch an der U6-Station Perfektastraße und U4 Hütteldorf. Vor der Stadtgrenze in Niederösterreich sind zusätzlich zu den bereits bestehenden Stellplätzen der Ausbau von Park & Ride-Anlagen in den Bezirken Bruck an der Leitha, Baden und Wiener Neustadt geplant. Die Stadt Wien beteiligt sich mit bis zu 3,25 Millionen Euro an den Kosten. Alle Parkgaragen in Wien können auch online eingesehen werden: Unter wien.gv.at/verkehr/parken/garagen/

Unterstützung für die Suche nach einem dauerhaften Stellplatz bietet darüber hinaus die Wiener Parkplatzbörse: Unter parken.anachb.at sind die freien Stellplätze in Wien aufgelistet.

Parkpickerl in allen Bezirken: Das gilt ab 1. März 2022

Alle Parkpickerl sind weiterhin nur für den eigenen Wohnbezirk gültig. Mit dem Parkpickerl in jedem Bezirk werden auch die Tarife und die Kurzparkzeiten stadtweit vereinheitlicht. Die Kurzparkzone gilt dann in allen Bezirken Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr für eine maximale Parkdauer von 2 Stunden (ausgenommen Geschäftsstraßen).

Vor März 2022 erworbene Parkpickerl in den bestehenden Pickerl-Bezirken gelten weiter bis zum regulären Bewilligungsende und werden auch für die neuen Geltungszeiten und Zonen anerkannt. Nach dem Auslaufen des alten Parkpickerls kann ein neues Parkpickerl beantragt werden, das an die neuen Regelungen angepasst ist.

Erfahrung zeigt: Parkpickerl ist Hebel für Klimaschutz und Öffi-Umstieg

"Die Ausweitung des Parkpickerls auf alle Bezirke ist ein Meilenstein für den Klimaschutz und die Lebensqualität in unserer Stadt. Mit dem Top-Angebot der Wiener Linien und dem stetigen Ausbau der Öffis bieten wir leistbare und attraktive Alternativen für den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. Die Einnahmen des Pickerls fließen in den Öffi-Ausbau. Mit dem flächendeckenden Parkpickerl ist Schluss mit Fleckerlteppich und Verdrängungseffekten in Nachbarbezirke. Der Verkehr geht zurück, die Wienerinnen Wiener finden leichter einen Parkplatz und wir schaffen mehr Platz für die Menschen in unserer Stadt", so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

Alle Infos zum Parkpickerl unter: wien.gv.at/parkpickerl