Neugestaltung des Petersplatzes abgeschlossen

23.11.2022
Copyright PID/Christian Fürthner
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Et voilà! Ein weiterer Mosaikstein für die Verkehrsberuhigung in der Inneren Stadt ist fertig: Am Petersplatz und in den Gassen rund um die prachtvolle Peterskirche ist ein klimafitter Wohlfühlort zum Flanieren und Verweilen entstanden. 18 neue Bäume, Staudenbeete, fünf Nebelstelen und helle Pflasterung sorgen für Abkühlung an heißen Tagen und verwandeln den ehemals farblosen und zugeparkten Petersplatz in einen attraktiven urbanen Aufenthaltsraum im Zentrum der Stadt. Insgesamt wurden über 7.000 Quadratmeter verkehrsberuhigt und klimafit gestaltet. Nach der kürzlich erfolgten Fertigstellung des Neuen Markts kommt damit ein weiteres eindrucksvolles Vorzeigeprojekt im Herzen der City dazu. Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Markus Figl präsentierten die abgeschlossene Umgestaltung und eröffneten das fertige Projekt. Beide bedankten sich bei den privaten Unterstützern für die Co-Finanzierung des Projekts.

"Nach der abgeschlossenen Umwandlung des Neuen Markts haben wir mit dem Petersplatz jetzt eine weitere Visitenkarte unserer klimafitten Wiener Stadtgestaltung im Herzen der Stadt verwirklicht. Dabei wurden die ehemals zugeparkten Straßenzüge nicht nur ganz nach dem Motto 'Raus aus dem Asphalt' entsiegelt und begrünt, sondern auch schon ein Vorbote der verkehrsberuhigten Inneren Stadt umgesetzt", so Stadträtin Ulli Sima.

"Mit dem heute fertig gestellten Projekt am Petersplatz konnten wir dem vielfachen Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner nach mehr Grün und Aufenthaltsqualität nachkommen sowie die historische Charakteristik des Platzes für kommende Generationen bewahren. Im Sinne einer bewohnten Inneren Stadt ist es uns als Bezirk aber auch wichtig, dass die Bewohnerparkplätze im Gebiet erhalten werden konnten. Ab heute ist die Zeit der jahrelangen Bauarbeiten und der damit verbundenen Belastung für Anrainerinnen und Anrainer vorbei, welche sich einen sauberen, beruhigten und begrünten Platz verdient haben", meint Bezirksvorsteher Markus Figl.

Neuer Glanz rund um die Peterskirche

Der Platz rund um die 57 Meter hohe Peterskirche ist eine wichtige Verbindung für Fußgängerinnen und Fußgänger im Herzen der Wiener Innenstadt. Bisher prägten Asphalt und parkende Autos das Bild rund um die schöne Barockkirche. Mit der Umgestaltung wurden nicht nur unmittelbar am Petersplatz selbst verbreiterte Gehsteige und neue Grünanlagen errichtet, sondern auch in den umliegenden Straßenzügen. Jetzt erstrahlen auch Freisingergasse, Milchgasse, Tuchlauben von Bognergasse bis Brandstätte, Goldschmiedgasse bis Trattnerhof, Bauernmarkt bis Brandstätte, sowie Jungferngasse in neuem Glanz und präsentieren sich verkehrsberuhigt. Dabei sind im neugestalteten Bereich nun rund 570 Meter Fußgänger- oder Begegnungszone.

Begrünung und Entsiegelung für ein gutes Mikroklima

Im gesamten Projektgebiet wurden 18 Bäume gepflanzt, sieben Staudenbeete angelegt und die großzügigen Gehsteige in heller Betonsteinpflasterung ausgeführt. Diese sorgt dafür, dass sich die Oberfläche in den Sommermonaten nicht so stark erhitzt und Regenwasser versickern kann. Durch den Wasserrückhalt auf der Fläche wird die Kanalisation entlastet und das Mikroklima verbessert, da die Verdunstung besonders in der wärmeren Jahreszeit zu einer Temperaturreduktion führt. Zusätzlich wurden neue Fahrradabstellanlagen und konsumfreie Sitzgelegenheiten errichtet. Während der heißen Sommermonate kühlen künftig fünf Nebelstelen die Umgebung.

Fußgängerzone zwischen Petersplatz und Bauernmarkt

Der Platzbereich rund um die Peterskirche wurde zur Begegnungszone, inklusive Tuchlauben von Milchgasse bis Brandstätte, Milchgasse, Bauernmarkt von Brandstätte bis Freisingergasse und Jungferngasse. Die Autobuslinien 1A, 2A sowie Fiaker können weiterhin zwischen Jungferngasse, Petersplatz und Milchgasse fahren. Die Freisingergasse zwischen Petersplatz und Bauernmarkt ist jetzt eine Fußgängerzone. Vor allem Fußgänger*innen profitieren vom neugestalteten Petersplatz und der erhöhten Aufenthaltsqualität. Aufgrund der Verbreiterung der Gehsteige und der niveaugleichen Ausgestaltung der Straße ist der gesamte Bereich barrierefrei. Damit wurde eine attraktive Verbindung zwischen Stephansplatz und Tuchlauben geschaffen. Zusätzlich wurde die Atmosphäre der bestehenden Schanigärten durch die Baumpflanzungen und die Begrünungsmaßnahmen erhöht. An der Umgestaltung haben sich private Unterstützer*innen mit erheblichen Mitteln etwa zur Hälfte beteiligt.