Parkpickerl zeigt erste Auswirkungen in Gerasdorf bei Wien

04.03.2022
Foto: Bgm. Vojta zeigt, wo in Gerasdorf bei Wien alles verparkt ist.
Foto: Bgm. Vojta zeigt, wo in Gerasdorf bei Wien alles verparkt ist.

In den Wiener Nachbarbezirken gilt seit 1. März das Parkpickerl. Die Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien hat sich darauf vorbereitet und kann die Beobachtungen der ersten Woche für die kommende Umsetzung von Kurzparkzonen berücksichtigen.

Generell ist das erwartete erhöhte Parkaufkommen auch eingetreten. Allerdings konnte für die Feinjustierung von Maßnahmen festgestellt werden, dass die konkrete Verteilung der parkenden Autos einige Überraschungen mit sich gebracht hat: Auf der Stammersdorfer Straße, Bahnstraße und Gerasdorfer Straße ist das Parkaufkommen noch höher als geplant. In den Wegen und kleinen Gassen ist es erfreulicher Weise nicht so schlimm wie befürchtet. Im Bereich der Rohrergasse entspricht das vermehrte Parkaufkommen in etwa den Erwartungen.

Verkehrs-Stadtrat Manuel Schneider, BA: "Wie werden die neuen Erkenntnisse im Verkehrsausschuss diese Woche berücksichtigen. Dabei wird die weitere Vorgangsweise und der weitere Beobachtungsbedarf konkretisiert. Bis zur Gemeinderatssitzung am Monatsende haben wir ein Ergebnis."

Für die Umsetzung ist seitens der Gemeinde alles vorbereitet: Ein Verkehrsgutachter hat den Verordnungstext erstellt und auch für die Überwachung der Kurzparkzonen wurde eine geeignete Firma bereits gefunden. Ziel ist es, mit möglichst wenig Aufwand eine sinnvolle Parkraumbewirtschaftung sicherzustellen.

Die endgültigen Ergebnisse werden so rasch wie möglich an die betroffene Bevölkerung weitergeleitet.

Bgm. Alexander Vojta abschließend: Leider wurde ein Wiener Problem nach Gerasdorf weitergeschoben. Das müssen wir jetzt lösen. Der Plan, hier die Erfahrungen der ersten beiden Wochen zu sammeln, war richtig. Wir können möglicherweise mit weniger Kurzparkbereichen auskommen als geplant. Faktum ist aber auch, dass es vom Land und vom VOR ein besseres Angebot für den öffentlichen Verkehr geben muss. Als erster Schritt ist eine Taktverdichtung der Buslinie 510 notwendig. Mittel- bis langfristig ist der von mir vorgeschlagene Öffiknoten beim G3 aktueller denn je. Nur durch eine so große Maßnahme kann das Fahren mit Öffis attraktiver werden. Damit können auch die aktuellen Parkprobleme gelöst werden.