Karin Renner lädt Ministerin Gewessler ein:«Verbringen Sie einen Tag im Marchfeld!»

20.03.2021

""Da die Marchfeld-Schnellstraße (S8) offenbar für Verkehrsministerin Leonore Gewessler keine große Priorität hat, lade ich die Frau Minister ein, doch mal einen Tag im Marchfeld zu verbringen", sagt die 3. Landtagspräsidentin und Gänserndorfer SPÖ-Bezirksvorsitzende Mag. Karin Renner. Renner ist sich sicher, dass die Ministerin ihre Meinung spätestens nach dem dritten rettenden "Seitensprung" (um auf der Bundesstraße nicht überfahren zu werden), der vierten Notbremsung und der permanenten Lärmbelästigung anders beurteilen wird.

Täglich fahren durch die Gemeinden im Marchfeld mehr als 35.000 Fahrzeuge -davon 6.000 Lkw. Das haben Verkehrszählungen belegt. "Eine Zumutung für die 18.000 direkten Anrainerinnen und Anrainer, die wir nicht länger hinnehmen können", betont Karin Renner.

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, haben sich am 19. März einmal mehr Bürgermeister und Mandatare der betroffenen Gemeinden zu einer Protestaktion in Markgrafneusiedl getroffen. Nicht das erste Mal: Schon im Oktober 2019 fanden sich 200 Demonstranten, darunter auch die BürgermeisterInnen der umliegenden Gemeinden, zusammen und legten den Verkehr in Markgrafneusiedl für 10 Minuten lahm. "Ich finde es traurig, dass die Verkehrsministerin das Anliegen so vieler Menschen einfach ignoriert", so Renner.

Das Verfahren um die Genehmigung der Marchfeld Schnellstraße (S8) ist bereits eine unendliche Geschichte. Zuletzt hatte sich der Naturschutz-Gutachter vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVG) erneut gegen die geplante Trasse ausgesprochen, weil das Vorhaben nicht mit den Erhaltungszielen des "Europaschutzgebietes" vereinbar sei. Die geplante Straße führe durch das Brutgebiet des Vogels Triel."Bei aller Liebe zur Natur dürfen wir aber auf die Gesundheit und das Wohl der Menschen, die hier wohnen, nicht vergessen", plädiert Landtagspräsidentin und Bezirksvorsitzende Karin Renner für eine Lösung mit der alle gut leben können. Die Situation ist für Anrainer, Pendler und die regionale Wirtschaft unerträglich!