Schottergrube Gerasdorf: Parlamentarischer Antrag wird eingebracht

25.11.2020

Hinsichtlich des Themas Schottergrube Gerasdorf war es in den letzten Wochen und Monaten rund um die freiheitliche Gemeinderatsfraktion etwas ruhiger. Der Grund ist jedoch ein einfacher: Es war immer klar, dass schnelle PR wie Unterschriftenlisten, Petitionen etc. zwar kurzfristig gut sind, um Druck aufzubauen, langfristig jedoch verpuffen würden. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Parlamentsklub wusste Vizebürgermeister Dietmar Ruf auch von Anbeginn, dass die eingebrachtenPetitionen von SPÖ/ÖVP vermutlich erst nach dem Sommer 2021 parlamentarisch behandelt werden und bis dahin sehr viel wertvolle Zeit verloren geht. Auch war es wichtig, sich nicht mit Nebenschauplätzen zu beschäftigen, sondern sich der größtmöglichen Gefahr für das Gerasdorfer Gemeindegebiet zu widmen: der bestehenden Eignungszone.

Seit dem Sommer wurden die guten Kontakte des Gerasdorfer Vizebürgermeisters bis in die Spitzen der Bundespolitik genützt und (u.a. gemeinsam mit meinem Stadtrat Andreas Zein) einen Gesprächsmarathon hinzulegen. In Gesprächen mit Bundesparteiobmann Norbert Hofer, Generalsekretär Michael Schnedlitz und anderer Abgeordneten (auf Bundes- und Landesebene) wurde in den Gesprächen die Wichtigkeit des Anliegens dargelegt. Es ist essentiell, dass zukünftig auch bestehende Eignungszonen, die nach dem Mineralrohstoffgesetz (MinroG) gewidmet sind, nach ihrer Sinnhaftigkeit und ihrem Nutzen evaluieren zu können. Denn nur so kann mittel- und langfristig die befürchtete "Mondlandschaft" auch effektiv verhindert werden.

Stadtrat Andreas Zein: "Es freut mich ungemein, dass sowohl Norbert Hofer als auch Michael Schnedlitz sofort ihre Unterstützung angeboten haben und schon jetzt im November ein selbstständiger Entschließungsantrag von Schnedlitz und weiterer Abgeordneter im zuständigen Umweltausschuss eingebracht wird".

Vizebürgermeister Dietmar Ruf: In solch einem Verfahren ist Zeit kostbar, eine parlamentarische Behandlung noch in diesem Jahr bringt uns diese Zeit. Nun liegt es an den einzelnen Parteien, bei ihren Bundesparteien ihre Kontakte zu nützen und zu lobbyieren. Nun ist jede einzelne Gerasdorfer Partei gefordert, nun werden Nägel mit Köpfen gemacht, der Ball ist jetzt sprichwörtlich im Spiel. Nun muss alles getan werden, um eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen!

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