Sozialleistungen: Teilen nach Bedarf?

Wenige gesellschaftliche Themen erzeugen so großes Konfliktpotenzial wie die Höhe von bedarfsorientierten Sozialleistungen. Das zeigen u.a. Debatten wie jene rund um die österreichische Mindestsicherung. Ein Team um Bernhard Kittel vom Institut für Wirtschaftssoziologie der Universität Wien hat die sozialen Mechanismen erforscht, die der weitverbreiteten negativen Haltung gegenüber bedarfsorientierten Sozialleistungen zu Grunde liegen. Ihr Fazit: Das Bedarfsprinzip scheint nur so lange mehrheitsfähig zu sein wie andere nicht mehr kriegen als man selbst. Die Studie erscheint in PLOS ONE.