Stadt Wien – Kindergärten: Gemeinsam durch die Krise

12.03.2021

Seit März 2020 hat sich der Alltag in den städtischen Wiener Kindergärten grundlegend verändert. Dennoch verläuft unter Berücksichtigung der Umstände der Besuch für Kinder in ihrer ersten Bildungseinrichtung so "normal" wie möglich. Dies ist dem großen Engagement und Einsatz der rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, die davon geleitet werden, dass der Kindergarten ein verlässlicher Ort für Mädchen und Buben und ihre Familien ist.

Um während dieser besonderen Zeit trotzdem den Kontakt zu den Kindern und den Familien zu halten, sind die Teams in den städtischen Kindergärten und Horten unglaublich kreativ geworden und haben Wandzeitungen an Außenzäunen gestaltet, Videobotschaften und Blogs aufgenommen, Briefe geschrieben und sogar Lieder komponiert. Die Kinder haben es ihnen mit berührenden Zeichnungen und Botschaften gedankt.

Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr weist auf die enorme Wichtigkeit von offenen Kindergärten in der Pandemie hin: "Wir wissen, wie wichtig geöffnete Bildungseinrichtungen, insbesondere Kindergärten für unsere Jüngsten, aber auch für die Eltern sind. Der Kindergarten ist die erste Stufe auf der Bildungsleiter und er ist eine prägende Institution für soziale Kontakte. Es ist dem übermenschlichen Einsatz aller Pädagoginnen und Pädagogen zu verdanken, dass die Kindergärten auch während der Lockdowns offen gehalten werden konnten. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken!"

"Ich bin außerordentlich stolz auf die großartige Arbeit aller Kolleginnen und Kollegen, gerade in diesen herausfordernden Zeiten und danke jeder Einzelnen und jedem Einzelnen. Alle geben jeden Tag ihr Bestes, um den Spagat zwischen der Einhaltung der Vorgaben, den pädagogischen Werten und dem Schutz der Kinder und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen", betont Daniela Cochlár, Abteilungsleiterin der Stadt Wien - Kindergärten.

Einen Einblick in den aktuellen Kindergarten-Alltag gibt das Video aus einem städtischen Kindergarten in Wien-Donaustadt. Es wird gemeinsam getanzt, gelacht und Kreativität gelebt.


Besuchszahlen - ein Rückblick

Im 1. Lockdown (16. März bis 1. Mai 2021) war seitens der Bundesregierung festgelegt, dass nur jene Kinder in den Kindergarten kommen können, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind. Diese Vorgabe spiegelte sich in den Auslastungszahlen wider, so waren an einem der außergewöhnlichen Tage nur 0,62 Prozent der angemeldeten Kinder anwesend und nur 40 Prozent der 350 städtischen Standorte hatten geöffnet.

Ab Anfang Mai 2020 hatten alle Standorte wieder geöffnet und bis zu den Sommermonaten stieg die Besuchszahl kontinuierlich. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im September 2020 erhöhte sich die Auslastungszahl auf rund 80 Prozent.

Am 17. November 2020 begann der 2. Lockdown und die Besuchszahlen in den städtischen Kindergärten und Horten sanken auf 37 Prozent. Im Vergleich zum 1. Lockdown war die Auslastung jedoch wesentlich höher, da von Seiten der Bundesregierung keine Beschränkung den Besuch betreffend vorgegeben wurde.

Während des 3. Lockdowns betrug die Besuchszahl über 50 Prozent und alle Standorte hatten geöffnet. Die Stadt Wien - Kindergärten standen uneingeschränkt allen Eltern und Kindern als verlässliche Partnerin in besonders herausfordernden Zeiten zur Seite.

Umfassende Hygienemaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen

In den vergangenen 12 Monaten hat sich ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept an allen Standorten der Stadt Wien - Kindergärten etabliert.

Dies ist besonders wichtig, da im Kindergarten und Hort bei vielen Begegnungen mit und unter den Kindern der derzeit vorgeschriebene Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann und junge Kinder auch keinen MNS tragen.

Außerhalb der eigenen Gruppe tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlässlich eine FFP2-Maske, ebenso Eltern beim Betreten des Kindergarten- oder Hortstandortes.

Seit Mitte Jänner 2021 finden für das Kindergarten- und Hortpersonal wöchentliche Gurgeltests statt, hier wurde bewusst ein hoher Standard mit PCR-Tests gesetzt. Dieses Angebot wird in den Stadt Wien - Kindergärten sehr gut angenommen.

Zusätzlich werden an jedem Standort unter Berücksichtigung der unterschiedlichen räumlichen und organisatorischen Gegebenheiten weitere individuelle Maßnahmen zur Sicherheit von Kindern, Eltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getroffen.

All diese Maßnahmen tragen dazu bei, das Risiko einer Ansteckung so weit wie möglich zu reduzieren.

Ganz besonders erfreulich ist, dass die MitarbeiterInnen der elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen in Phase 2 des Wiener Impfplans eingestuft wurden und seit Anfang März 2021 gegen Corona geimpft werden.Finanzielle Unterstützung

Die Stadt Wien hat während der Corona-Pandemie mit einer Vielzahl von Förder-Maßnahmen Familien finanziell entlastet und für Wiener Kindergärten, Kindergruppen, Tagesmütter bzw. Tagesväter und Hortgruppen fast 10.000 Arbeitsplätze im privaten elementaren Bildungssektor gesichert. Da viele Kinder aufgrund der Corona-Situation den Kindergarten oder Hort nur tageweise oder überhaupt nicht besuchten, wurden Förderungen im Lockdown weitergezahlt, auch wenn der Bildungsplatz nicht genutzt wurde.

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