Stadt Wien vereint gegen Abschiebung der Familie Tsotskhalashvili

28.01.2021
Copyright PID/ Nina Neuherz
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Vizebürgermeister und Integrationsstadtrat Christoph Wiederkehr und Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler halten die geplante Abschiebung des 12-jährigen Mädchens und ihrer Familie nach Georgien für höchst problematisch. Gemeinsam mit SchulkollegInnen des Mädchens protestierten sie vor der Schule, welche das Mädchen bis jetzt besucht hat.

"Ein 12-jähriges Mädchen, das hier geboren ist, hier zu Schule geht und bestens integriert ist, samt ihrer Familie Mitten im Lockdown abzuschieben, ist nicht nur verantwortungslos, sondern zutiefst zu verachten. Bei solchen Aktionen wird wieder einmal deutlich, dass die ÖVP keinen Kickl braucht, um unmenschliche Politik zu machen! Das Mädchen hat hier ihre Freundinnen und Freunde - Österreich ist ihr "Zuhause". Es darf nicht sein, dass durch diese Art der Politik jene bestraft werden, die sich gut in unsere Gesellschaft eingegliedert haben. Ich fordere Innenminister Nehammer abermals dazu auf, eine menschliche und humanitäre Lösung zu finden und diese Abschiebung zu verhindern!", so der Vizebürgermeister

Auch für Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler ist dieses Vorgehen unverständlich: "Nachdem schon die Bundesregierung der Stadt Wien nicht ermöglicht hat, Kinder aus Moria aufzunehmen, sind diese geplanten Abschiebungen zweier Mädchen ein weiteres Zeichen für die menschenverachtende Politik des Bundes. Diese Mädchen sind Wienerinnen und beispielhaft für eine gelungene Integration. Wer hier nicht aufsteht, hat kein Gewissen. Ich danke den engagierten Mitschülerinnen und Mitschülern, die sich mutig für ihre Freundin einsetzen. Sie setzten damit ein Zeichen der Hoffnung!", betont Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler abschließend