Stadt Wien vermittelt konkrete Jobangebote für Opel-MitarbeiterInnen

Bombardier sucht dringend 150 zusätzliche MitarbeiterInnen - Auch Wiener Linien bieten 200 Jobs an - waff vermittelt

Wien setzt sich für die vom Personalabbau bei Opel betroffenen MitarbeiterInnen ein. Von Bombardier Transportation Austria GmbH gibt es jetzt ganz konkrete neue Jobangebote für die Opel-GetriebebauerInnen. Bombardier Austria fertigt Schienenfahrzeuge für mehrere europäische Städte und sucht derzeit wegen ausgezeichneter Auftragslage bis Juni 2020 dringend 150 zusätzliche MitarbeiterInnen für Montagearbeiten.

Auch die Wiener Linien kommen auf die Opel-MitarbeiterInnen mit Job-Angeboten zu. Die Wiener Linien können 100 Arbeitsplätze im Bereich Fahrzeugtechnik und weitere 100 Arbeitsplätze im Bereich Fahrdienst anbieten, also insgesamt 200 Arbeitsplätze. Außerdem suchen die Städtischen Öffi-Betriebe laufend TechnikerInnen im Bau- und Anlagenmanagement, bei der IT und als Service- und Sicherheitspersonal. Die Wiener Linien bieten auch Schulungen und Weiterbildung an. 8.700 Menschen arbeiten bei den Wiener Linien. Gut qualifizierte Fachkräfte werden immer gesucht.

"In Wien schauen wir aufeinander und lassen niemanden im Stich. Die Angebote für die Opel-Mitarbeiter bei Bombardier und den Wiener Linien sind ein Beispiel dafür", sagt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. "Damit können viele betroffene Opel-Mitarbeiter einen neuen, attraktiven Arbeitgeber finden, der sichere Arbeitsplätze bietet."

"Eine win-win-win Situation sowohl für die betroffenen MitarbeiterInnen als auch für Bomardier und die Wiener Linien und damit für den Wirtschaftsstandort Wien", sieht auch Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. Er hat die Opel-BetriebsrätInnen und Personalverantwortlichen sowie die VertreterInnen von Bombardier an einen Tisch gebracht. "Die Opel-MitarbeiterInnen sind hervorragende Fachkräfte. Ich freue mich daher sehr, dass wir ihnen jetzt sehr rasch eine ganz konkrete neue Jobchance anbieten können", unterstreicht er.

"Die Wiener Linien haben bereits im April des Vorjahres gemeinsam mit dem Opel-Betriebsrat zwei große Infoveranstaltungen mitinitiiert und direkt über die Job-Angebote informiert", ergänzt Wiens Öffi-Stadträtin Ulli Sima. "Die Fähigkeiten der Opel-MitarbeiterInnen werden bei den Wiener Linien geschätzt", betont Sima.

Die konkrete Jobvermittlung zu Bombardier organisiert der Wiener ArbeithemerInnen Förderungsfonds (waff), der für die vom Personalabbau bei Opel betroffenen MitarbeiterInnen auch eine Arbeitsstiftung eingerichtet hat.

Waff-Arbeitsstiftung hilft bei Jobsuche und beruflicher Neuorientierung

"Mit der Stiftung greifen wir insgesamt den betroffenen Opel-MitarbeiterInnen für einen beruflichen Neustart umfassend unter die Arme", betont Hanke. Der waff steht mit den Personalverantwortlichen von Opel und dem Betriebsrat diesbezüglich bereits seit längerem in permanenten Kontakt.

"Der waff ist ein wichtiges Werkzeug für den Wiener Arbeitsmarkt. Der waff bietet Aus- und Fortbildungen, damit alle Wienerinnen und Wiener die besten Chancen am Arbeitsmarkt haben", erinnert Bürgermeister Ludwig.

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: "Konkret bieten wir mit der Stiftung allen betroffenen MitarbeiterInnen nicht nur Hilfe bei der Jobsuche, sondern auch die Möglichkeit sich in sozial abgesicherten Rahmen, beruflich neu zu orientieren. So unterstützen wir umfassend bei beruflicher Weiterbildung, und zwar mit bis zu 1.700 Euro pro Person." Die Stiftung für die Opel-MitarbeiterInnen stellt insgesamt 500 Plätze zur Verfügung. Bisher sind 105 Personen eingetreten und 180 vorgemerkt.

Welche Vorteile bringt die Arbeitsstiftung konkret: Neben der individuellen Begleitung bei der beruflichen Neu- und Umorientierung bietet sie vor allem die Möglichkeit zur Aus- und Weiterbildung für einen Zeitraum von bis zu 4 Jahren. Diese kann von Einzelkursen über außerordentliche Lehrabschlüsse bis hin zu akademischen Ausbildungen, z.B. Fachhochschulen, reichen. Besonders attraktiv ist die Stiftung für Personen, die einen grundlegenden beruflichen Neuanfang ins Auge fassen.

Die StiftungsteilnehmerInnen werden selbstverständlich auch bei der Jobsuche aktiv unterstützt. Spezielle Unterstützung gibt es für ältere TeilnehmerInnen (50+). Alle StiftungsteilnehmerInnen bekommen während der Stiftungsteilnahme "Schulungsarbeitslosengeld", das dem Arbeitslosengeld entspricht und vom AMS finanziert wird. "Mit diesem Angebot können wir den Rettungsschirm Arbeitsstiftung über alle aufspannen, die ihn brauchen", so Hanke abschließend.