Tag des Waldes: Wien schützt Quellenschutzwälder noch umweltschonender

20.03.2021
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Forstdirektor Andreas Januskovecz besichtigen den Hybrid-Seilkran im Forstrevier Gahns-Stixenstein. Copyright PID/VOTAVA
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Forstdirektor Andreas Januskovecz besichtigen den Hybrid-Seilkran im Forstrevier Gahns-Stixenstein. Copyright PID/VOTAVA

Neuer Hybridseilkran im Einsatz, Wälder wichtig für sauberes Wasser in Wien

Die Wälder, aus denen Wien täglich sein quellfrisches Wasser bezieht, liegen weit außerhalb der Stadt, auf Rax, Schneeberg und Hochschwab. Die Quellenschutzgebiete der Stadt Wien umfassen rund 32.930 Hektar, das entspricht etwa vier Fünftel der Fläche von Wien. "Wichtig ist uns, diese Wälder naturnah zu erhalten und zu bewirtschaften - denn nur so sichern wir die hohe Qualität des Wiener Wassers", betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Dafür ist modernste Technologie im Einsatz, darunter ab sofort auch ein Hybridseilkran.

Im Quellschutzgebiet Gahns-Stixenstein sorgt der Seilkran mit Hybridtechnologie dafür, dass der Boden bei der Holzernte bestmöglich geschont wird und bestehende Bäume nicht beschädigt werden. Der Seilkran K 507 e-H aus dem Hause "Koller Forsttechnik" arbeitet dabei neben dem Dieselmotor auch mit einem Elektromotor. "Insgesamt wird bei der Bewirtschaftung der Quellenschutzwälder ganz besonders auf Naturnähe geachtet, was bedeutet, dass unter anderem keine Kahlschläge sondern nur kleinflächige Eingriffe durchgeführt werden", so Jürgen Czernohorszky. In sensiblen Waldbereichen wird schon seit längerem mit Seilkränen und Pferden gearbeitet, um Boden und Unterholz nicht zu beschädigen.

"Der neue Hybridseilkran verbraucht nun nur ein Zehntel des Treibstoffs von herkömmlichen Seilkränen und trägt damit auch zur Schonung unseres Klimas bei", freut sich Jürgen Czernohorszky. Der Elektromotor verringert zudem auch die Wartungskosten am Seilkran erheblich.

Copyright PID/VOTAVA
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"Nachhaltige Quellenschutzwald-Bewirtschaftung ist mit höherem Aufwand und Kosten verbunden - deshalb freut es mich besonders, dass der neue Seilkran ein Spritsparmeister ist", betont Forstdirektor Andreas Januskovecz. "Durch die Verwendung von biologischen Ölen in der Mechanik ist der Einsatz des Krans auch wesentlich sicherer. Vor allem auch deshalb, weil durch den deutlich geringeren Verbrauch viel weniger Treibstoff vor Ort benötigt wird!"

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