Uralt-Reaktor Mochovce droht nach 34 Jahren Bauzeit im Juli in Betrieb zu gehen

14.02.2019

© PID/Christian Fürthner
© PID/Christian Fürthner

Sima: Bundeskanzler Kurz muss Schrott-AKW Mochovce 3 stoppen!

Alarmstufe Rot: Nach 34 Jahren Bauzeit will die Slowakei den völlig veralteten Reaktor 3 in Mochovce offensichtlich noch im heurigen Juli in Betrieb nehmen! Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima fordert Bundeskanzler Kurz auf, umgehend seinen slowakischen Amtskollegen aufzufordern, dies zu verhindern: "Mochovce liegt nur 100 km von Österreich entfernt, die Sowjet-Technologie ist völlig veraltet, seit 34 Jahren wird am Reaktor herumgebastelt. Ich konnte mich 2009 bei einem erschreckenden Betriebsbesuch in Mochovce vom dramatischen Zustand der Bauteile überzeugen, sie vergammeln dort seit Jahrzehnten", so Sima entsetzt. Dass der Betreiber Slovenské Elektrárne nun schon im Juni erstmals Brennelemente in Reaktor 3 am Standort Mochovce laden will, sei mehr als alarmierend. Die heutigen Berichte der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 zu den aktuellen Zuständen im AKW seien mehr als dramatisch.

Sima will eine breite Allianz schmieden und alle Mittel nützen, um die Inbetriebnahme des AKWs noch zu verhindern. Mit dem von ihr gegründeten Anti-Atom-Netzwerk "Cities for a Nuclear Free Europe" (CNFE), dem mittlerweile 30 europäische Städte angehören, will sie u.a. die EU-Kommission aufrufen, die Inbetriebnahme im Mitgliedstaat zu verhindern.

Sie fordert eine internationale Expertenkommission, die Zugang zum AKW und volle Akteneinsicht erhält und den tatsächlichen Zustand des AKWs analysiert. Wien unterstützt zudem die von GLOBAL 2000 gestartete Anti-Mochovce-Petition an Bundeskanzler Kurz. "Wir müssen gemeinsam alles unternehmen, um die Inbetriebnahme des Risiko-Reaktors vor unserer Haustüre zu stoppen", so Sima abschließend.

Alle Infos auf https://www.global2000.at/stopp-mochovce