Volkstheater Wien Spielplan Jänner 2020

Für knapp vier Monate - vom 15. Jänner bis 25. April - bespielt das Volkstheater die Halle E im Museumsquartier mit zwei Neuproduktionen und dem laufenden, aus dem Haupthaus übernommenen Repertoire. Nahezu hundert Vorstellungen sorgen dafür, dass das Programm des Volkstheaters auch während der Generalsanierung an einem zentralen Platz der Stadt sichtbar bleibt.
Die Uraufführung des Gangster-Epos "Schwere Knochen" des österreichischen Autors David Schalko eröffnet am 15. Jänner die Halle E als Ausweichquartier des Volkstheaters während des Umbaus. Regie führt der Wiener Alexander Charim, der in der letzten Spielzeit mit "Opernball" erfolgreich den Bestseller von Josef Haslinger zum Leben erweckte.
Autor David Schalko stellt sich am 19. Jänner um 11 Uhr in der Halle E allen Fragen zum Unterwelt-Roman und berichtet von seiner Recherchearbeit zum Projekt. Das Ensemble liest ungeheuerliche Geschichten aus dem Wiener Spieler- und Rotlichtmilieu und gibt mit Regisseur Alexander Charim Einblicke in die Produktion "Schwere Knochen".
Im Volx/Margareten feiert am 9. Jänner "In der Strafkolonie" nach Franz Kafka Premiere. Der Schauspieler und Regisseur Sören Kneidl inszeniert die Erzählung als atmosphärisches Live-Hörspiel mit viel Musik.
Die Gesprächsreihe "Trojanow trifft." wird während des Umbaus weitergeführt und zieht ins Volx/Margareten. Das erste Gespräch im neuen Jahr und am neuen Ort führt der Schriftsteller und Moderator Ilija Trojanow mit der Autorin Ines Geipel. Unter dem Titel "Der neue Mensch: Schrauben und Spritzen" beleuchten sie das Thema Doping im Spitzensport und den Wunsch nach Optimierung des Menschen im Alltag. Die ehemalige Weltklassesprinterin Geipel veröffentlichte ihre Beobachtungen eines Prozesses gegen Sportfunktionäre der DDR in "Verlorene Spiele - Journal eines Dopingprozesses". Der Text dient als Vorlage für die Stückentwicklung "Körper-Krieg" des preisgekrönten Regisseurs Armin Petras (Premiere März 2020, Volx/Margareten).
Anschließend an die Vorstellung von "Wer hat meinen Vater umgebracht" nach dem gleichnamigen Roman des französischen Literatur-Shootingstars Édouard Louis findet am 28. Jänner ein Nachgespräch zu einem der zentralen Themen des Stückes statt: Unter dem Titel "Wir kleinen Leute" diskutiert das Ensemble der Produktion mit Soziologin Dr. Carina Altreiter die soziale Frage und das Verhältnis von Klasse und Identität.
Weiterhin auf Bezirke-Tournee ist "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" von Éric-Emmanuel Schmitt in der Regie von Jan Gehler.