WER HAT‘S ERFUNDEN? - auf Floridsdorferisch

Die jüngst präsentierte, vermeintliche Idee der Grünen Floridsdorf, eine Promenade vom Bahnhof Floridsdorf über die Schleifgasse zum Floridsdorfer Markt zu errichten, sorgt bei den Klubs der im Bezirksparlament vertretenen Parteien SPÖ, FPÖ, ÖVP, WIFF und NEOS für - gelinde gesagt - Verwunderung und Kopfschütteln.

Die Grünen verlassen nun endgültigen den Weg der konstruktiven Zusammenarbeit in Floridsdorf!

Eine langjährig mehrfach in der Bezirksentwicklungskommission und der Arbeitsgruppe Öffentlicher Raum diskutierte Möglichkeit, die Verbindungsspange zum Floridsdorfer Markt zu verbessern, wird nun, wie aus den Medien zu entnehmen ist, als neue Idee der Grünen für die kommenden Jahre präsentiert. Obwohl alle im Bezirksparlament vertretenen Parteien gemeinsam an dieser Vision gearbeitet haben, verkaufen die Grünen das nun als ihre Idee. Noch dazu in einer Umsetzungsvariante, die ohne Rücksicht auf die notwenige Infrastruktur und die Bedürfnisse der Menschen im Grätzl, rein nach utopischen Wunderweltvorstellungen der Grünen und einem theoretischen Planansatz vorgeht.

"Wir waren uns doch bis dato einig, dass ein Eingriff in der Schleifgasse aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der dort vorhandenen dichten Bebauung nur unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf die Anrainerinnen und Anrainer erfolgen kann. Ich dachte, es wäre auch den Grünen ein Anliegen. Konstruktive Zusammenarbeit für die Menschen in Floridsdorf sieht definitiv anders aus", zeigt sich die Vorsitzende der Bezirksentwicklungskommission BV-Stv.in Ilse Fitzbauer verärgert.

Es dürfte den Grünen außerdem entfallen sein, dass Bezirksvorsteher Georg Papai in einer der letzten Bezirksvertretungssitzungen den Fraktionen über seinen Antrag auf EU-Fördermittel für eine großangelegte Bürgerbeteiligung und eine Förderung für die bauliche Umgestaltung an die MA 23 berichtete. Dieser Call ist im Laufen.