Wie Gebirgsbäche zum Wassersparen inspirieren

12.03.2021

Zehn Liter Wasser sind nötig, um ein Blatt Papier der Größe Din A4 zu produzieren. Eine Tasse Kaffee kommt auf 140 Liter, ein Kilo Rindfleisch auf 15.500 Liter.[1] Zieht man den Herstellungsprozess von Konsumgütern in Betracht, verbraucht jeder Österreicher täglich 4.400 Liter Wasser.[2] Zumindest der direkte Wasserverbrauch lässt sich mit der richtigen Technologie drastisch reduzieren. Das Salzburger Unternehmen Biofermenta holte sich dafür Inspiration aus der Natur und entwickelt Pool-Technik nach dem Vorbild von Gebirgsbächen.

Ein BioWaterPool samt Naturfiltersystem (Credit: Biofermenta)
Ein BioWaterPool samt Naturfiltersystem (Credit: Biofermenta)

Am 22. März wird der Weltwassertag begangen, der heuer unter dem Motto "Der Wert des Wassers" steht. Der Gedenk- und Aktionstag wurde Mitte der Neunziger von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, das Datum - für unsere Breitengrade - gut gewählt. Klettern die Temperaturen ein paar Wochen später endgültig aus dem Wintertief, steigt nämlich auch der heimische Wasserverbrauch. Besonders ressourcenraubend gestaltet sich dabei der Badespaß im eigenen Garten. Österreich gilt als Land der Swimmingpools - die Zahl der privaten Schwimmbecken wird auf über 150.000 geschätzt.[3] Durchschnittlich fasst ein Pool zwischen 20.000 und 40.000 Liter[4], schluckt also bei jeder Befüllung eine beachtliche Menge Wasser.

Besagte Befüllung ist für gewöhnlich mindestens einmal im Jahr erforderlich. Die meisten privaten Schwimmbecken befinden sich im Außenbereich und müssen eingewintert werden, sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter 15 Grad Celsius sinkt. Die Zwangspause beginnt im Herbst und zieht sich bis zum Frühlingsende hin. Die kurze Dauer der Badesaison bewirkt eine intensive Nutzung der Pools, die wiederum den verstärkten Einsatz von Chlor oder anderen Chemikalien erforderlich macht, die den Schmutz im Wasser binden. Ist der Chlorgehalt schließlich zu hoch, muss das Wasser schon während des Sommers gewechselt werden. Ein Schwimmbecken verbraucht somit - bei zwei separaten Befüllungen - bis zu 80.000 Liter im Jahr.

Nachhaltigkeit dank Naturfiltersystemen

Anders verhält es sich bei Pools, die völlig auf Chemikalien verzichten - Pools wohlgemerkt, nicht Biotope oder Schwimmteiche. Sogenannte Naturpools müssen über mehrere Jahre hinweg nicht ausgelassen werden. Im Winter frieren sie bei entsprechend niedrigen Temperaturen zu, im Frühling tauen sie auf, können theoretisch aber jederzeit genutzt werden (Stichwort Eisbecken für Sauna-Fans). Rein äußerlich unterscheiden sich Naturpools kaum von herkömmlichen Swimmingpools. Der entscheidende Unterschied liegt im Naturfiltersystem.

Das Salzburger Unternehmen Biofermenta entwickelt und vertreibt solche Filter. Ein Naturpool mit der patentierten Biofermenta-Technologie wird zum BioWaterPool. "Kern der Technologie ist ein gleichmäßig durchströmter Kalkstein-Kies-Filter", erklärt Geschäftsführer Heimo Kurzmann. "Ein sich im Filter bildender Biofilm aus Mikroorganismen und Bakterien entzieht dem Wasser Phosphate und andere Nährstoffe."

Die Technologie basiert auf dem natürlichen Reinigungsprozess von Gebirgsbächen (die bei drohenden Minusgraden bekanntlich auch nicht ausgelassen werden). Im eigenen Garten kann man mithilfe von Naturfiltersystemen zigtausende Liter Wasser sparen - und den nächsten Weltwassertag mit gutem Gewissen im Pool verbringen. Wer sich noch heuer ein privates Schwimmbecken anschaffen möchte, sollte übrigens nicht zu lange damit warten. Im Frühsommer steigt neben dem Wasserverbrauch auch die Nachfrage bei den österreichischen Poolbauern. Im Vorjahr waren sie in kürzester Zeit ausgebucht. Für 2021 zeichnet sich aufgrund der anhaltenden Reisebestimmungen ein ähnlicher Trend ab.

Mehr Informationen unter: biowaterpool.at

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