Wien - Bürgermeister Ludwig: Praterstern bekommt neue Polizeistation

20.05.2019

Polizeistation ist Teil des Maßnahmenpakets der Stadt Wien für einen attraktiven Praterstern

Der Praterstern bekommt eine neue Polizeiinspektion. Die Polizistinnen und Polizisten sollen bis 2020 in einen neuen Zubau direkt beim Bahnhof einziehen. Die Bahnhofshalle wird mit einer Erweiterung bis über den U1-Abgang verlängert, der damit Teil der Bahnhofshalle wird. Mit dem Bau soll noch heuer begonnen werden. Darauf haben sich Stadt Wien, ÖBB und Polizei verständigt. Bürgermeister Michael Ludwig hat die Pläne für die neue Polizeistation und den Umbau des Bahnhofs heute, Montag, mit Wiens Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl, BMI-Generalsekretär Peter Goldgruber, ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Andreas Matthä und Wiens Öffi-Stadträtin Ulli Sima präsentiert.

"Mir ist es wichtig, dass die Polizei direkt vor Ort am Praterstern ist und für die Menschen rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung steht", sagte Bürgermeister Michael Ludwig. 150.000 Fahrgäste nutzen den Praterstern täglich als Verkehrsknotenpunkt. Die neue Polizeistation direkt am Bahnhof soll das subjektive Sicherheitsgefühl der Öffi-Nutzerinnen und -Nutzer steigern. Insgesamt 65 Polizistinnen und Polizisten werden in der neuen Polizeistation ihren Dienst versehen, die 24 Stunden am Tag besetzt ist.

"Durch die neue Inspektion direkt im Bahnhof kann die Polizei künftig im Notfall noch rascher eingreifen. Für die Polizistinnen und Polizisten bedeutet der neue Standort bessere Arbeitsbedingungen", sagte Polizeipräsident Pürstl. Der Generalsekretär im Innnenministerium, Peter Goldgruber, ergänzte: "Die neue Inspektion wird eine noch verstärkte Polizeipräsenz bringen. Schon bislang haben wir sinkende Deliktzahlen bei Gewalt und Drogenkriminalität verzeichnen können." Die Polizei war bis 2014 mit einer Inspektion am Praterstern vertreten. Das Gebäude war allerdings in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig. Die Polizistinnen und Polizisten übersiedelten in neue Räumlichkeiten in der Lassallestraße.

Die Erweiterung ist gleichzeitig auch eine Modernisierung der Bahnhofs-Infrastruktur und bringt Vorteile für die Öffi-Nutzerinnen und -Nutzer, sagte Wiens Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

"Sicherheit und Sauberkeit gehören dabei zu den Mindestanforderungen die eine moderne Bahninfrastruktur erfüllen muss. Speziell am Praterstern ist da in den vergangenen Jahren sehr viel weitergegangen. Ein Ausdruck dieser guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit ist die neue Polizeistation am Praterstern. Hier haben alle an einem Strang gezogen", sagte ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

Die neue Polizeistation am Praterstern ist nur ein Teil eines breit angelegten Maßnahmenpakets der Stadt, um den Praterstern wieder attraktiver zu machen. Aufgrund negativer Entwicklungen vor Ort und dem massiven Wunsch der Bevölkerung hat die Stadt Wien im Frühjahr 2018 ein Alkoholverbot verhängt und zugleich die Sozialarbeit am Platz verstärkt. Ein Service-Team der Wiener Linien kontrolliert die Hausordung im U-Bahnbereich. Außerdem haben die ÖBB ihr Service-Personal aufgestockt. Das Beleuchtungskonzept am Praterstern wurde erneuert. Bürgermeister Michael Ludwig hat im September 2018 einen Praterstern-Koordinator bestimmt, der als Ansprechperson für den Praterstern dient und alle technischen und baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Gesamtsituation am Praterstern koordiniert.

Derzeit läuft die entsprechende Einreichplanung für den Zubau. Baubeginn ist für Ende 2019 geplant, im Folgejahr 2020 sollen der neue U1-Zugang und die Polizeistation planmäßig fertiggestellt sein. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden 8 Mio. Euro betragen und von der ÖBB übernommen. Die Polizei wird die Immobilie mieten.