(Wien) Bürgermeister Michael Ludwig zum Internationalen Tag der Roma

08.04.2021

"Heute, am 8. April 2021, begehen wir den Internationalen Tag der Roma. Dieser Aktionstag findet statt, um auf die Situation der Roma in der ganzen Welt hinzuweisen. Die Stadt Wien beteiligt sich aus ganzem Herzen. Und als Bürgermeister ist es mir ein wichtiges persönliches Anliegen, auf diese Weise ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung und für Solidarität zu setzen - Solidarität nämlich mit der größten ethnischen Minderheit in Europa, die immer noch vielerorts unter Ausgrenzung und Rassismus zu leiden hat", betonte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig.

Das sei angesichts des Genozids an den europäischen Roma und Sinti in der Zeit des Nationalsozialismus auch eine moralische Verpflichtung, die sich aus der Geschichte ergebe und "wir in Wien sehr ernstnehmen", so Ludwig.

So wurden in Wien in den letzten Jahren auch viele Schritte der Anerkennung und des Sichtbarmachens dieser Minderheit gesetzt - so etwa die Gemeindebaubenennung nach Rudolf Sarközi, dem Gründer und bis zu seinem Ableben im Jahr 2016 Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma oder die Benennung des Romaplatzes in Floridsdorf.

"Die Fahne, die nun beim Rathaus-Eingang in der Lichtenfelsgasse weht, ist ein Symbol dafür, dass es weiter darauf ankommt, gegen Vorurteile und Rassismus aktiv aufzutreten. Das bedeutet auch, sich auf europäischer Seite dafür einzusetzen, dass es bei der allzu oft tristen sozialen Lage der Roma in Osteuropa endlich Fortschritte gibt", unterstrich Ludwig.

Abschließend wies Ludwig darauf hin, dass es wichtig sei, sich der lebendigen und reichen Kultur der Roma bewusst zu sein. Der Internationale Tag der Roma tue genau das.

Das Dorf Ayahualtempa wird von einer Drogenbande drangsaliert und ist bei der Abwehr völlig auf sich allein gestellt. Deswegen patrouilliert eine eigene Dorfpolizei. Jungs im Alter von 6 - 12 Jahren trainieren mit, wenn auch nur mit Holzgewehren.

Ich bin zutiefst erschüttert von den Aufnahmen, die der VGT letzte Woche aus einer Schweinefabrik in Niederösterreich veröffentlichte. Schweinemütter, die in Kastenstände eingesperrt sind, die so eng sind, dass sie sich nicht einmal richtig hinlegen können. Tote Ferkel, in Kübel gestopft. Ferkel, die neben ihren Müttern bereits verwesen. Verletzte...

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