Wien für Massentest gerüstet

29.11.2020
Copyright David Bohmann / PID
Copyright David Bohmann / PID

Um den Start der Massentests am Freitag in Wien zu gewährleisten, laufen die Aufbauarbeiten an den drei Standorten Stadthalle, Marx-Halle und Messe Wien auf Hochtouren. Das präsentierten Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), der Stabschef der Bundesministerin für Landesverteidigung, Generalmajor Rudolf Striedinger, der Leiter des Krisenstabs im Gesundheitsministerium, Gerald Schimpf, und Gerald Hillinger, Branddirektor der Berufsfeuerwehr Wien im Rahmen einer Pressekonferenz am Sonntag in der Halle A der Messe Prater.

"Wir haben in der vergangenen Woche bei den Vorbereitungen eine logistische und organisatorische Meisterleistung hingelegt und in vielen Bereichen schnelle Lösungen gefunden. Das ging natürlich nur dank der exzellenten Zusammenarbeit mit dem Bundesheer, dem Landesverteidigungs- und Gesundheitsministerium, dem Bundeskanzleramt und den städtischen Organisationen - ihnen allen gilt mein Dank," sagte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ)

Copyright David Bohmann / PID
Copyright David Bohmann / PID

"Die Feuerwehr der Stadt Wien hat alle Bereiche soweit koordiniert und mit den Abteilungen der Stadt und den befreundeten Einsatzorganisationen vorbereitet, dass die Hallen mit 02.12.2020 betriebsbereit an das Österreichische Bundesheer übergeben werden können", so Gerald Hillinger, Branddirektor der Berufsfeuerwehr Wien.

"Was immer die Stadt Wien benötigt, werden wir als Bundesheer zur Verfügung stellen, dafür haben wir für die Bundeshauptstadt bereits über 2000 Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbedienstete zusammengezogen", so der Stabschef der Bundesministerin für Landesverteidigung, Generalmajor Rudolf Striedinger.

Die großflächigen Testungen werden in der Bundeshauptstadt vom 4. bis 13. Dezember durchgeführt. In diesem Zeitraum werden rund 300 Testlinien bereitgestellt, die derzeit von der Berufsfeuerwehr Wien aufgebaut werden. Mit dieser Kapazität sind pro Stunde insgesamt fast 15.000 Testungen möglich, durchgeführt durch das Österreichische Bundesheer. Der Betrieb ist täglich für 10 Stunden, von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geplant.

Die Kompetenzen und Verantwortungen für den Ablauf der Testungen in Wien sind klar getrennt: Während das Österreichische Bundesheer im Auftrag der Bundesregierung für die Bereitstellung Anmeldung und Abwicklung der AntiGen-Schnelltests zuständig ist, sorgt die Stadt Wien für die komplette Infrastruktur - ausgenommen davon sind die Anmeldungssoftware, die dafür notwendigen Server und die Telefon-Hotline. Zusätzlich werden die Einsatzkräfte des Bundesheeres durch Sanitäter des Wiener Samariterbundes und weiteres medizinisches Personal für das Abnehmen der Abstriche unterstützt.

Für einen Test muss man sich zuvor angemeldet haben. Außerdem ist die eCard mitzubringen, da damit die Identität überprüft werden kann.

Copyright David Bohmann / PID
Copyright David Bohmann / PID

Wenn ein AntiGen-Schnelltest positiv ausfällt, erfolgt die behördliche Absonderung durch die Wiener Gesundheitsbehörde. An den Teststandorten bietet die Stadt Wien zudem noch die Möglichkeit, an 20 Testlinien mittels PCR-Tests das Ergebnis der Schnelltests verifizieren zu lassen. Das Ergebnis dieses Tests wird nachgereicht.

Copyright David Bohmann / PID
Copyright David Bohmann / PID

Zur Bewerbung der Tests startet die Stadt eine Infokampagne mit Schaltungen in Print, Online, Social Media und Hörfunk. Ebenfalls geplant ist ein Aufruf mit InfluencerInnen, die sich testen lassen und ihre Community dazu aufrufen, es ihnen gleichzutun. Unter https://www.wien.gv.at/covid-massentest werden ab Anfang der Woche alle gängigen Fragen zu den Tests beantwortet.

Werbung