(Wien) Mehr Frauen in den Öffi-Werkstätten

12.01.2022
Copyright David Bohmann / PID
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Wiener Linien bauen spezielles Lehrangebot für Elektronikerinnen aus

Das Öffi-Netz wächst, daher suchen die Wiener Linien verstärkt Mitarbeiter*innen. Besonders gefragt sind Facharbeiter*innen in den Werkstätten, die den klimafreundlichen Fuhrpark in Schuss halten. Die Förderung von Talenten mit möglichst großer Diversität steht bei den Wiener Linien im Fokus. Deshalb bilden die Verkehrsbetriebe seit 2019 gemeinsam mit dem AMS Frauen am zweiten Bildungsweg in angewandter Elektronik aus. In weiterer Folge werden Frauen, die eine Führungsposition anstreben, gezielt gefördert, um auch auf Führungsebene den Frauenanteil zu steigern. Nach dem Erfolg des ersten Lehrganges, werden derzeit zwölf Frauen ausgebildet. Ein Ausbau des Programms ist derzeit in Planung.

"Was die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt betrifft, sind wir noch lange nicht am Ziel. Daher lassen wir in Wien nicht locker und setzen in der Arbeitsmarktpolitik konsequent auf die Förderung von Frauen. Ich finde es großartig, dass die Wiener Linien Frauen zwischen 20 bis über 50 Jahren beim Erlernen eines neuen Jobs unterstützen und einen krisensicheren Job nach erfolgreichem Lehrabschluss garantieren. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", so Öffi-Stadtrat Peter Hanke.

Weichen gestellt für Technikberuf auf zweitem Bildungsweg

In der zweijährigen Lehrzeit werden die zukünftigen Facharbeiterinnen gezielt auf den Beruf in den Wiener Linien Werkstätten vorbereitet. Praktische Fähigkeiten sowie theoretischen Know-how werden im unternehmenseigenen Ausbildungszentrum in der Hauptwerkstätte Simmering sowie in der Berufsschule vermittelt. Das Besondere an der Lehre ist, dass sie komprimiert in 24 anstatt 36 Monaten absolviert wird trotz gleicher Lehrinhalte. Der Erfolg des ersten Lehrgangs kann sich sehen lassen: alle neun Absolventinnen starteten direkt nach dem Abschluss ihre Karriere bei den Wiener Linien. Als Elektronikerinnen sorgen sie dafür, dass technische Anlagen, Stellwerke und Zugsicherungstechniken gewartet werden und rund zwei Million Fahrgäste täglich klimafreundlich mobil bleiben.

Traumjob auf Umwegen: Vom Nageldesign zur Ausbildnerin für Angewandte Elektrotechnik

Helga Marksteiner (43) war 2019 eine der ersten FiT-Lehrlinge der Wiener Linien: "Ich habe meinen Beruf als Nageldesignerin an den Nagel gehängt, um mir meinen Traum vom technischen Beruf zu erfüllen. Das war die beste Entscheidung meines Lebens! Die Arbeit bei den Wiener Linien macht mir unheimlich Spaß." Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre ist sie nun Ausbildnerin für den neuen FiT-Lehrgang der Wiener Linien. Zwölf technikbegeisterte Frauen mit unterschiedlichsten Backgrounds bildet sie derzeit zu Elektronikerinnen aus.

8.700 Menschen arbeiten bei den Wiener Linien. Besonders stolz ist der Öffi-Betrieb, dass im vergangenen Jahr in allen Bereichen mehr Frauen aufgenommen wurden. Der Frauenanteil lag 2015 noch bei 12 Prozent, inzwischen ist dieser auf rund 15 Prozent gestiegen. Mit Kooperationen wie dem FiT-Programm, Frauennetzwerken und berufspraktischen Tagen wollen die Wiener Linien in Zukunft den Frauenanteil weiter heben. Ab Herbst 2022 setzt der Öffi-Betrieb mit einer rein weiblichen Geschäftsführung ein klares Zeichen für die Zukunft.

"Gerade die Technik-Branche bietet Quereinsteigerinnen, die handwerkliches Interesse mitbringen, vielfältige und zukunftsreiche Karrieremöglichkeiten mit guter Bezahlung. Wenn Sie Interesse an Technik haben: Nur Mut, wir freuen uns auf Sie", erklärt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

Alle aktuellen Karrieremöglichkeiten finden Sie auf www.wienerlinien.at/karriere

 

 

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