Wiener Bäder unterstützen Aktion "Ich bin dein Rettungsanker"

25.07.2018

Seit dem Frühjahr läuft die Aktion "Ich bin dein Rettungsanker" der MA 57 (Frauenservice), die mit Sensibilisierung und speziell geschultem Personal sexueller Belästigung entgegenwirken soll. Nun unterstützen auch die Wiener Bäder die Aktion: In den letzten Wochen wurden die besonders ausgebildeten Sicherheitsfachkräfte ("First Responder") der Bäder nochmals umfassend zu diesem Thema geschult. "Die Wiener Bäder legen Wert auf ein respektvolles Miteinander aller BesucherInnen", betont Wiens stv. Bäderchef Johannes Gumbinger. "Sollte es zu Unsicherheiten, Konflikten oder Übergriffen kommen, sind die umfassend geschulten First Responder die ersten Ansprechpartner."

"In Wien sollen Frauen unabhängig, frei und selbstbestimmt leben können. Frauen und Mädchen sollen sich in ganz Wien wohlfühlen und ihre Freizeit ohne Sorgen oder Belästigungen erleben können. Wenn Mädchen oder Frauen in Not geraten ist es überaus wichtig, dass es dafür zuständige Stellen und Ansprechpersonen gibt. Deshalb gibt es nun nach dem erfolgreichen Kick-Off am Donauinselfest auch mit den Wiener Bädern eine Kooperation, die darauf hinweist, dass hier eigens geschultes Personal bei Bedarf zur Verfügung steht, das auf das Thema sensibilisiert ist. Der Rettungsanker ist ein präventives, sichtbares Zeichen dafür, dass hier für sexuelle Belästigung kein Platz ist. Wien ist die Stadt der Frauen und wir signalisieren mit diesem Projekt, dass Übergriffe auf Frauen in dieser Stadt in keiner Weise toleriert werden", erklärt Frauenstadträtin Kathrin Gaal.

"Diese Aktion ist ein wichtiger Baustein in unserem Bemühen, den Wienerinnen und Wienern ungestörtes und sicheres Badevergnügen zu ermöglichen und ein klares Signal an alle Badegäste, dass wir sexueller Belästigung entschieden entgegen treten", betonte Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky bei der Präsentation der Aktion im Laaerbergbad. Darüber hinaus werde auch heuer das 2016 eingeführte und bewährte Sicherheitskonzept der Bäder weitergeführt: Dabei sind rund 40 besonders ausgebildete Sicherheitsfachkräfte ("First Responder") im Einsatz. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Kontrolle, Kommunikation und Deeskalation.

Die von der MA 57 (Frauenservice) geschulten Sicherheitskräfte sind durch einen hellblauen Button mit einem Anker und der Aufschrift "Ich bin dein Rettungsanker" erkennbar und bieten im Fall von Konflikten oder Belästigung von Frauen und Mädchen rasch und unkompliziert Hilfe an. Erst kürzlich wurde dieses Konzept erfolgreich auf dem Wiener Donauinselfest umgesetzt.