Wiener Rauchfangkehrer*innen nutzen verstärkt E-Mobilität im Stadtgebiet

06.12.2021
Copyright PID/VOTAVA
Copyright PID/VOTAVA

Stadt Wien unterstützt Betriebe mit Förderung für E-Lastenräder

Bekannt ist, dass die Wiener Rauchfangkehrerinnen und Rauchfangkehrer mit ihrer Arbeit für Sicherheit sorgen, so z.B. beim vorbeugenden Schutz vor Bränden und vor Kohlenmonoxid (CO) -Vergiftungen. Weniger bekannt ist, dass die Rauchfangkehrer*innen seit vielen Jahren durch ihren Einsatz auch maßgeblich zum Schutz der Umwelt beitragen und verstärkt auf E-Mobilität setzen. Zwei Betriebe stellten heute gemeinsam mit dem Landesinnungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer*innen, Christian Leiner, und Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky ihre E-Lastenräder vor. Bei dieser Gelegenheit überbrachten Leiner und sein Team dem Stadtrat auch die traditionellen Glückwünsche der Wiener Rauchfangkehrer*innen für das kommende Jahr.

"Für die kurzen Wege, die sie fast ausschließlich im Stadtgebiet zurücklegen, sind E-Fahrzeuge ideal und werden in der Branche dementsprechend gerne genutzt", so Leiner. Dank vielfältiger Transport- und Parkmöglichkeiten und mit einem beachtlichen Ladevolumen, in dem das erforderliche Werkzeug und das technische Equipment eines typischen Rauchfangkehrerbetriebes problemlos Platz finden, stellt das E-Lastenrad eine kostengünstige Alternative zum Auto dar.

Stadt unterstützt bereits 440 Unternehmen bei Umstieg auf klimafreundliche Mobilität

Die Stadt Wien fördert mit Mitteln des Wiener Ökostromfonds Betriebe bei der Neuanschaffung von elektrischen Lastenfahrrädern. "Mit der Förderung für E-Lastenfahrräder unterstützen wir Wiener Betriebe beim Umstieg auf klimafreundliche Mobilität. Es freut mich, dass die Förderung so gut angenommen wird. Gemeinsam leisten wir einen positiven Beitrag für das Klima", so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

Rund 260 Unternehmen wurden bereits bei der Anschaffung von rund 300 elektrischen Lastenfahrrädern und Elektrolastenanhängern finanziell unterstützt. Weitere rund 180 Betriebe haben sich bereits registriert und bereiten den Kauf vor. Damit wurden für insgesamt rund 440 Unternehmen derzeit Fördermittel reserviert oder bereits ausbezahlt.

Klima- und Umweltschutz als Ergebnis von regelmäßigen Abgaskontrollen bei Heizungs- und Warmwasseranlagen

Einen großen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz leisten die Rauchfangkehrer*innen mit den Abgasmessungen und ihrer Funktion als diesbezügliche Überwachungsstelle. "Gut gewartete Anlagen verbrauchen bis zu 10 Prozent weniger Energie und produzieren weniger Treibhausgase", so Leiner. Und immerhin werden in Wien jährlich rund 12.000 Feuerstätten aufgrund eines zu hohen Schadstoffausstoßes bemängelt. So tragen die Rauchfangkehrer*innen mit ihrer Arbeit maßgeblich dazu bei, den Energiebedarf sowie die CO2-Emissionen nicht unnötig ansteigen zu lassen.

Rauchfangkehrer*innen wird nachhaltiges Arbeiten mit ISO-Zertifizierungen und TÜV-Gutachten bestätigt

Die Rauchfangkehrer*innen lassen sich seit 2010 den Schutz von Menschen und Umwelt mit einem Nachhaltigkeitsbericht belegen. Viele der Betriebe nehmen an einem Zertifizierungsprogramm teil, dessen Ergebnisse im regelmäßig erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht münden. Die teilnehmenden Rauchfangkehrerbetriebe wurden extern durch die Zertifizierungsstellen DMSZ nach ISO 9001 und ISO 14001 und von den Umweltgutachtern des TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH nach der EMAS-VO begutachtet. www.rauchfangkehrer-zert.at