Zerstörung der Porträts von NS-Überlebenden: Ludwig, Hebein und Kaup-Hasler tief betroffen

27.05.2019

Stadt Wien wird das Gespräch dem Künstler suchen

"Die Zerstörung der Porträts von NS-Überlebenden ist aufs Schärfste zu verurteilen. Es ist ein feiger, bösartiger und aggressiver Akt, der sich nicht nur gegen die Jüdinnen und Juden richtet, sondern gegen die Grundwerte unserer Gesellschaft", äußerten sich Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, die designierte Vizebürgermeisterin, Birgit Hebein und Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler betroffen. "Es ist eine Schande und es ist unerträglich, dass im Jahr 2019 eine Ausstellung im öffentlichen Raum zum Thema Holocaust nicht ohne Vandalismus gezeigt werden kann." Ludwig, Hebein und Kaup-Hasler fordern Schutz für die Ausstellung und restlose Aufklärung des Verbrechens. Die Stadt Wien wird das Gespräch mit dem Künstler der betroffenen Foto-Ausstellung "Gegen das Vergessen" suchen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.
"Es braucht wieder Respekt, Empathie und Zivilcourage, damit Antisemitismus in unserer Gesellschaft keinen Platz hat," so die VertreterInnen der rot-grünen Stadtregierung abschließend.