"Kotzbrocken": Gerold Rudle über sein Romandebüt

18.09.2026

Drei Jahrzehnte lang hat Gerold Rudle von der Bühne aus Pointen gesetzt. An diesem Abend im Wiener Thalia-Flagshipstore stellt der Kabarettist und Schauspieler etwas vor, das ohne jede auskommt: seinen ersten Roman.

"Kotzbrocken" erzählt von Stefan Steiner, einem Kabarettisten Anfang sechzig, dessen Leben nach einer missglückten Fernsehsendung auseinanderfällt. Seine Frau verlässt ihn, die Tochter meldet sich nicht mehr. Wer vom Kabarettisten Rudle ein Kabarettbuch erwartet, liegt falsch — "Viel Humor ist da gar nicht", sagt der Autor selbst.

Im Gespräch mit seinem Verleger Alfred Schierer erzählt Rudle, wie das Buch entstand: aus einem beruflichen Ende, einer verworfenen Sachbuchidee und drei Seiten, die er auf einer Wiener Lesebühne vorlas. Er liest zwei Passagen, spricht über das vernichtende Urteil eines Kollegen, über das Schreiben in einem Appartement in Grado — und darüber, wie der Titel zustande kam, der ursprünglich ein ganz anderer war.

"Kotzbrocken" von Gerold Rudle ist in der Edition Platin erschienen.

Aufgezeichnet am 16. September 2026 im Thalia Flagshipstore, Mariahilfer Straße, Wien.

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