Kreiskys früher Weg: Ein Film als Warnung vor dem Zerfall der Demokratie

03.10.2026

"Bruno – Der junge Kreisky": Ein Bürgerlicher, der die Sozialdemokratie fand

In dieser Folge sprechen wir über Harald Sicheritz' neuen Film "Bruno – Der junge Kreisky". Der Kinofilm erzählt von den politischen Lehrjahren des späteren Bundeskanzlers Bruno Kreisky: einem jungen Mann aus gutbürgerlichem, jüdisch geprägtem Elternhaus, der seinen Weg in die Sozialdemokratie findet.

Wir blicken auf die prägenden Ereignisse seiner Jugend: den Brand des Justizpalasts, die gewaltsame Niederschlagung der Proteste, den Tod von Demonstranten und die Katastrophe des Aufstands von 1934. Der Film zeigt auch Kreiskys politische Verfolgung unter dem Dollfuß-Regime und später unter den Nationalsozialisten.

Dabei wird deutlich: Diese Geschichte ist keine reine Historie. Sie ist ein Lehrstück über die Zerbrechlichkeit der Demokratie, über Antisemitismus, autoritäre Gefahren und die Verantwortung politischer Parteien. Gerade in einer Zeit, in der die SPÖ erneut von inneren Konflikten geprägt ist, gewinnt der Film eine aktuelle, fast ironische Bedeutung.

Eine Folge über Geschichte, Politik und die Frage: Was kann uns der junge Kreisky heute noch lehren?

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