La Traviata in der Krypta – Verdi hautnah unter der Peterskirche

18.08.2026

Wenige Stufen unter der Wiener Innenstadt, im Gewölbe der Krypta unter der Peterskirche, spielt das Ensemble der Oper in der Krypta Giuseppe Verdis "La Traviata" – und führt die Gattung zurück zu ihrem Ursprung: kein Orchestergraben, keine Bühnenmaschinerie, keine Distanz. Nur Stimmen, ein Flügel und ein Publikum, das den Sängerinnen und Sängern buchstäblich gegenübersitzt.

Tatiana Rasa gibt eine Violetta von berührender Zerbrechlichkeit und Kraft, Sergio Tallo-Torres einen jugendlich glühenden Alfredo, Florian Pejrimovsky einen Giorgio Germont von vornehmer Strenge. Maximilian Schamschula übernimmt am Klavier den Part eines ganzen Orchesters – mit einer Farbigkeit, die man einem einzigen Instrument nicht zutraut.

Jede Regung im Gesicht, jeder Atemzug wird Teil des Dramas. Kurzweilig, verdichtet, unmittelbar – und am Ende Standing Ovations für einen Opernabend, der lange nachhallt.

Ein Beitrag von Kulturbogen.

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