Leopoldsdorf Breitstetten Bürgermeister Cafe September 2026

05.09.2026

Rückblick auf den Sommer

  • Kinderferienspiel zum 17. Mal, organisiert von Vizebürgermeisterin Helena Franges-Vidovic mit einem Team aus jungen Pädagoginnen, Mitarbeiterinnen der Nachmittagsbetreuung und Externen (u.a. Motorikpädagogin Steffi Salzer, Kinderuni "Physik on Tour"). Es füllt die Schließwoche von Kindergarten und Nachmittagsbetreuung. Aktuell läuft das Englischcamp in der Woche vor Schulbeginn – beide Angebote waren ausgebucht.
  • Sportcamps der Vereine: Paul Pintinger organisierte für den Tennisclub Leopoldsdorf zwei Kindertenniswochen mit je knapp 20 Kindern. Ein Beleg dafür, dass die im Juli beschlossene Vereinsförderung gut investiert ist.
  • Neu: Spazierbegleitung im Rahmen von "NÖ tut gut". Barbara Gruber hat dafür eine eigene Ausbildung absolviert und lädt jeden Dienstag um 9:00 Uhr, Treffpunkt Springbrunnen im Schubertpark, zu einer begleiteten Runde durch die Gemeinde ein – Jung und Alt willkommen.
  • Grundstücksteilung Stadler Rail: Unterzeichnet wurde ein Teilungsplan über rund 50 Hektar unbebaute Fläche hinter dem Areal der ehemaligen Zuckerfabrik, davon 40 Hektar auf Leopoldsdorfer Gemeindegebiet. Käufer ist die Holding, zu der Stadler Rail gehört, Verkäufer die Agrana. In den Medien ist von einem Eisenbahncluster die Rede – die Gemeinde steht dem Projekt positiv gegenüber: besser Eisenbahnindustrie als LKW-Verkehr.

Trockenheit und Bäume

Das Jahr hat noch nicht einmal die Hälfte der üblichen Jahresregenmenge gebracht, und das meiste davon fiel bis Mitte Mai. Die Folgen: sinkender Grundwasserspiegel und hohe Brandgefahr – in der Lobau gab es zwei Waldbrände, bei einem war die Feuerwehr Leopoldsdorf im Einsatz. Im Gemeindegebiet selbst blieben nennenswerte Brandeinsätze aus. Dank an Feuerwehr und Rotes Kreuz.

Der Außendienst war so stark gefordert wie nie: zwei Gießfahrzeuge, rund acht Wochen lang täglich acht Stunden nur Gießen. Der Fokus lag auf den Jungbäumen mit Gießsäcken – Beete und Rasenflächen waren zuletzt nicht mehr zu retten. Trotzdem ist eine Handvoll Jungbäume vertrocknet. Auch Großbäume leiden: Linden im verbauten Gebiet erreichen statt 100 nur noch 40 bis 60 Jahre, sichtbar an den 80- bis 100-jährigen Linden beim Schubertpark und an der Schubertlinde. Ein Baumpflegeunternehmen begleitet die weitere Beobachtung.

Beim Schubertpark wird das durch den Sturmschaden zerstörte Einfriedungselement vorerst nicht ersetzt – die Kosten lägen bei einigen tausend Euro. Stattdessen wird ein Gesamtkonzept für den Übergangsbereich zum Rathausplatz geplant, inklusive künftiger Baumstandorte. Umgesetzt wird, sobald die Mittel da sind (Stichwort Spardruck).

Thema Wasser

Zur häufigen Frage, ob Sportplatzbewässerung noch vertretbar ist: Das Marchfeld ist die begünstigtste Region Österreichs. Das Marchfeldkanalsystem samt Stempfelbach und Rußbach stabilisiert seit den 80er/90er Jahren den Grundwasserspiegel; darunter liegt das größte Trinkwasserreservoir Österreichs. Das Trinkwasser stammt aus dem zweiten und dritten Horizont (Brunnenfeld Obersiebenbrunn) und ist von den Schwankungen gar nicht betroffen. Der obere Horizont wird über Versickerungsanlagen reguliert. Ein schlechtes Gewissen bei Sport- und Schulrasen ist daher nicht nötig – ein Totalschaden der Anlage würde einen fünfstelligen Betrag kosten.

Aufrufe an die Bevölkerung

  • Baumpatenschaften: In Breitstetten startet die Initiative "Breitstetten blüht auf" am Sonntag ein Patenschaftsmodell – rund 170 Euro für den Jungbaum plus fünf Jahre Anwuchspflege, vor allem Gießen. Bei Erfolg soll das auch in Leopoldsdorf kommen, mit dem Ziel, jede bepflanzbare Grünfläche im Straßenbegleitbereich zu bepflanzen.
  • Hecken- und Lichtprofilschnitt: Bitte im Zuge der Herbstarbeit im Garten Hecken und Bäume zurückschneiden, die auf öffentliches Gut ragen – damit Straßenlaternen sichtbar bleiben und Geh-, Radwege und Parkplätze nutzbar sind. Es gibt wie jedes Jahr eine Rundfahrt; wo nichts passiert, folgt ein Erinnerungsbrief.
  • Problemstoffe: Die Übernahme im ASZ Breitstetten hat keine behördliche Genehmigung und musste per Juli nach Leopoldsdorf verlegt werden. Lackdosen, Druckertoner, Kleber, Chemikalien, Medikamente, Batterien etc. bitte nur noch im ASZ Leopoldsdorf abgeben (3 km, gleiche Öffnungszeiten). Mittelfristig wird eine Verbandslösung mit Nachbargemeinden angestrebt.

Ausblick September

  • Schulstart am Montag: über 130 Kinder in der Volksschule, dazu die Mittelschule. Die schulische Nachmittagsbetreuung ist ab September komplett in Gemeindehand, die Volkshilfe ist nicht mehr dabei. Drei von vier Mitarbeiterinnen wurden per 1. September übernommen, eine Kollegin ist neu. Die pädagogische Gesamtleitung liegt bei Direktorin Simone Mettlöner-Österreicher.
  • Neue Essens-App: Die Umstellung auf Gourmet ist geglückt; Eltern bestellen, ab- und umbestellen künftig individuell per App.
  • Lesepicknick der öffentlichen Bücherei heute im Rathausgarten – großer Dank an die Freiwilligen.
  • Marchfelder Oktoberfest, 18.–20. September: Freitag Dämmerschoppen mit den Billigsdorfern, Konzert der Edelseer und Band Marchviertel; Samstag Kabarettist Peppi Hopf; Sonntag Bezirksmusikfest mit 21 Musikvereinen und über 1.000 Musikantinnen und Musikanten samt Marschvorführung am Rathausplatz. Leopoldsdorf ist erstmals seit 2012 wieder Gastgeber. Kartenvorverkauf beim Musikverein Leopoldsdorf, es gibt nur noch wenige Sitzplätze.
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