US-Midterms 2026: Denkzettel für Trump – doch ist die Gefahr gebannt? Klartext mit Robert Sommer und Robert Ebhart

04.11.2026

Die USA haben gewählt, und für Donald Trump ist das Ergebnis eine schwere Niederlage. In der neuen Folge von "Klartext" spricht TV21-Chefredakteur Robert Ebhart in Nikolsdorf mit dem Journalisten und Autor Robert Sommer über die Midterm Elections und ihre Folgen.

Für Sommer ist der Ausgang ein Sieg für die Demokratie: Anders als in Russland können die Menschen in Amerika gegen die eigene Staatsführung stimmen, und sie haben es getan. Selbst in Hochburgen wie Texas gab es Überraschungen. Eine breite Koalition aus sogenannten Minderheiten habe gezeigt, dass sie gemeinsam die Mehrheit ist. Als Hauptgründe für den Denkzettel nennt Sommer die hohen Preise, die schrumpfende Mittelschicht, den unpopulären Iran-Krieg und gebrochene Versprechen wie das angekündigte rasche Ende des Ukraine-Kriegs.

Für Euphorie sieht er trotzdem keinen Anlass. Mit den neuen Mehrheiten im Kongress kann die Opposition Trump bei Ministern, Richtern und Gesetzen blockieren. Ein Amtsenthebungsverfahren hält Sommer aber für aussichtslos. Er befürchtet, dass ein angeschlagener Trump der Welt Stärke beweisen will, etwa durch einen neuerlichen Angriff auf den Iran oder Drohungen gegen Kuba, Grönland und Kanada.

Das Gespräch schlägt auch den Bogen nach Europa: Ungarn, Serbien und Polen zeigen, wie verletzlich Demokratien sind, während in Frankreich, Deutschland und Österreich rechte Parteien in den Umfragen vorne liegen. Das Fazit der beiden: Demokratie ist ein hohes, aber zerbrechliches Gut, und es lohnt sich, für sie zu kämpfen.

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