Jüdisches Museum Wien eröffnet „Schuld“

29.03.2023

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, eröffnete gestern am zweiten Standort Museum Judenplatz die neue Ausstellung "Schuld". Die Ausstellung beleuchtet Schuld in ihren unterschiedlichen Dimensionen und lädt zur Auseinandersetzung mit diesem vielschichtigen Themenkomplex ein. Historische Objekte und ausgewählte Kunstwerke erzählen unterschiedliche Schuldgeschichten von Adam und Eva bis in unsere Gegenwart.

Gelungene Ausstellungseröffnung

Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding, lobte den Kurs des Jüdischen Museums Wien seit der Übernahme durch Barbara Staudinger: "Die neue Ausstellung regt dazu an, weit über die jüdische und über die Wiener bzw. österreichische Geschichte hinauszudenken. Auch mit dieser Ausstellung ermöglicht das Jüdische Museum Wien einen spannenden Austausch über Kunst, Kultur und Gesellschaft. Ich bin davon überzeugt, dass es gelingen wird, den Rekord von 144.000 Besucher*innen im Jahr 2019 in den nächsten Jahren zu übertreffen".

Direktorin Barbara Staudinger begrüßte die Gäste der gestrigen Ausstellungseröffnung in den Räumlichkeiten des Verwaltungsgerichtshofes und sprach über die Ausstellung: "Das Thema Schuld wurde im Täter*innenland Österreich viel zu lange verschwiegen und unter den Teppich gekehrt. Weder die Auslöschung der Wiener Gemeinde im Mittelalter noch die Schoa waren Naturereignisse. Es gab Täter*innen, die durch ihre Taten Schuld auf sich luden. Das Jüdische Museum Wien sieht sich daher in der Verantwortung, Schuld vielschichtig zu beleuchten".

Neues Ausstellungskonzept für das Museum Judenplatz

Chefkurator Hannes Sulzenbacher präsentierte unter dem Motto "kleine Ausstellungen mit großen Themen" das neue Konzept für das Museum Judenplatz: "Wir beginnen heute eine Ausstellungsserie, die thematisch immer in Bezug zur zerstörten mittelalterlichen Synagoge im Untergeschoß des Museums sowie dem Holocaust Mahnmal von Rachel Whiteread am Platz selbst stehen wird. Sie alle haben mit großen Themen der Menschheit zu tun, Themen des Zusammenlebens, des Zusammenhalts und der Ausgrenzung, mit Leben und Tod und schließlich mit der Gerechtigkeit. In den kleinen Ausstellungsräumen versuchen wir, die ganz großen Themen zu verhandeln".

Eröffnet wurde die Ausstellung von Jochen Böhler, Direktor des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI). Er umriss Schuld in historischem Kontext und lobte die Wahl eines derart vielschichtigen Ausstellungsthemas: "Dass Täter*innen des Nationalsozialismus ihre Schuld eingestanden und Reue gezeigt haben, ist aus historischer Sicht eine Rarität. In der Regel stilisierten sich die Täter*innen aufgrund der Tatumstände zu Opfern. Mein größter Respekt dem Team des Jüdischen Museums Wien, sich einem so aufgeladenen und oft moralisch kontaminierten Thema anzunehmen".

An der Eröffnung nahmen zahlreiche Gäste teil, u.a. Lilli Hollein, Monika Sommer, Christoph Thun-Hohenstein, Dwora Stein, Christian Kircher, Ruth Wodak, Anna Sporrer und Helene von Damm.

Schuld

ist von 28. März 2023 bis 29. Oktober 2023 im Museum Judenplatz, einem Museum der Wien Holding, zu sehen. Zur Ausstellung, die von Sabine Apostolo, Gabriele Kohlbauer-Fritz, Marcus Patka und Andrea Winklbauer unter der Leitung von Direktorin Barbara Staudinger und Chefkurator Hannes Sulzenbacher kuratiert wurde, erscheint ein Katalog zum Preis von 18,90 € im Eigenverlag. Das Museum Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien, ist von Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, freitags 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der zweite Standort, Jüdisches Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien, ist von Sonntag bis Freitag 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen unter www.jmw.at oder unter info@jmw.at.

KommR Peter Hanke, Foto: BKA/Andy Wenzel Der Verkauf zentraler Geschäftsbereiche von ams OSRAM an Infineon ist bestätigt. Innovations‑ und Standortminister Peter Hanke wurde am Abend direkt von Geschäftsführer Aldo Kamper informiert. Hanke betont, ihm sei zugesichert worden, dass der Standort Premstätten und der Großteil der Arbeitsplätze erhalten...

Die STYLE UP YOUR LIFE! Loge hebt den Wiener Opernball 2026 auf ein neues Glamour‑Level. Mit Simone Thomalla, einer der größten TV‑Ikonen des deutschsprachigen Raums, und Dr. Sabine Apfolterer, die mit einem spektakulären Couture‑Look international für Aufsehen sorgt, erreicht die Loge ein neues Highlight. Die Original‑Korsage aus Katy Perrys...

Lungenkrebs ist die tödlichste Krebserkrankung in Österreich – über 4.000 Todesfälle jährlich. Nicht wegen fehlender Behandlungsmöglichkeiten, sondern weil die Diagnose oft zu spät kommt.

In der Klinik Donaustadt startet Ende des Jahres eine internationale Studie zu einem neuen therapeutischen Impfstoff gegen Nierenkrebs. Der Impfstoff wird individuell aus körpereigenem Tumormaterial hergestellt und soll Rückfälle nach einer Tumorentfernung verhindern – mit deutlich weniger Nebenwirkungen als bisherige Therapien. Rund 400...

Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec spricht über die wichtigsten Themen 2026: den neuen Kindergarten mit Community-Nurses-Bereich, den Ausbau der Volksschule, die finanziellen Herausforderungen der Gemeinde, Sorgen rund um die geplante Schließung der Notarztstelle, das erfolgreiche Community-Nurses-Projekt sowie notwendige...

Die Stadt Wien setzt auf konsequente Kreislaufwirtschaft: Gebrauchte Granitsteine aus Sanierungen werden dokumentiert, aufbereitet und an spezialisierte Unternehmen verkauft. Das Ergebnis: Ressourcenschonung, geringere Emissionen, keine Entsorgungskosten und ein wirtschaftlich sinnvoller Materialkreislauf. 2025 wurden 3.700 Tonnen Granit...

Agatha Christies Kultkrimi Die Mausefalle begeistert das ausverkaufte Theater Center Forum. Unter der intensiven Regie von Veronica Bucheckern entfaltet sich das berühmteste Kammerspiel der Welt als spannungsgeladenes Thriller‑Erlebnis: Ein abgelegenes Gästehaus, ein Schneesturm, fünf Fremde – und ein Mörder mitten unter ihnen. Der Mord in London...