Hafen Albern ist hochwassersicher

28.09.2022
Inbetriebnahme des Alberner Hafentors. (v.l.n.r.) Innovationsstadträtin Ulli Sima, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, Leiterin der Sektion Verkehr im Bundesministerium Vera Hofbauer, Geschäftsführung des Hafen Wien Doris Pulker-Rohrhofer und Fritz Lehr und Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer. © David Bohmann
Inbetriebnahme des Alberner Hafentors. (v.l.n.r.) Innovationsstadträtin Ulli Sima, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, Leiterin der Sektion Verkehr im Bundesministerium Vera Hofbauer, Geschäftsführung des Hafen Wien Doris Pulker-Rohrhofer und Fritz Lehr und Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer. © David Bohmann

Riesiges Hafentor zum Schutz des Getreide- und Baustoffhafen in Betrieb genommen

Der Hafen Albern ist einer von insgesamt drei Güterhäfen des Hafen Wien, einem Unternehmen der Wien Holding. Nach dem Spatenstich vor gut zwei Jahren folgt nun der nächste Meilenstein: Das 30 Meter lange, 14,25 Meter hohe und ca. 250 Tonnen schwere Hafentor wird in Betrieb genommen. Durch das Hochwasserschutztor wird der Getreide- und Baustoffhafen hochwassersicher gemacht und dadurch wird zukünftig auch bei Hochwasser ein ungestörter Warenumschlag im Hafen Albern ermöglicht.

Am 28. September 2022 wurde das neue Hafentor im Beisein von Wirtschaftsstadtrat Peter HANKE, Innovationsstadträtin Ulli SIMA, der Leiterin der Sektion Verkehr im Bundesministerium Vera HOFBAUER, Wien Holding-Geschäftsführer Kurt GOLLOWITZER und der Geschäftsführung des Hafen Wien Doris PULKER-ROHRHOFER und Fritz LEHR offiziell in Betrieb genommen.

"Der Hafen Albern ist neben dem Hafen Freudenau und dem Ölhafen Lobau die dritte große Hafeneinrichtung in Wien. Er zählt zu den wichtigsten Standorten für den Getreide-Umschlag im Osten Österreichs und ist ein wichtiger Anknüpfungspunkt für Landwirte und Unternehmer*innen aus der Region. Daher haben wir gemeinsam mit dem Bund rund 22 Millionen Euro im Hafen Albern investiert, um künftig auch bei Hochwasser den Warenumschlag dort ungestört abwickeln zu können. Darüber hinaus ist dieses Hochwasserschutz-Projekt ein wichtiger Schritt, um den Hafen Wien als europäischen Logistik- und Umschlagknoten weiter aufzuwerten, neue Betriebe anzusiedeln und die Einrichtungen für den Warenumschlag weiter auszubauen", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke bei der Inbetriebnahme des Hafentores.

"Seit Baubeginn der Donauinsel hat Wien an der Fertigstellung des umfassenden Hochwasserschutzprogramms für Wien gearbeitet und dieses konsequent umgesetzt. Mit der Inbetriebnahme des Alberner Hafentors ist der vorerst letzte große Meilenstein im Wiener Hochwasserschutzsystem gesetzt. Wien ist damit Vorreiter im Hochwasserschutz und zwar auf einem Niveau, dass einzigartig in Österreich ist. Das Dammsystem um den Alberner Hafen haben wir bereits erfolgreich saniert und erhöht. Mit dem Alberner Hafentor werden nun auch der Hafen und die Hafenanlagen selbst vor Hochwassern geschützt - es gibt hier jetzt also eine doppelte Hochwasserabsicherung. Von den Gesamtkosten der 22 Mio. Euro kommen vom Land Wien 7 Mio. Euro - Geld, das sicher gut investiert ist. Wien und der Hafen Albern als wichtiger Wirtschaftsfaktor sind damit wirklich optimal geschützt und auch für extreme Hochwässer gut gerüstet", betont die für den Hochwasserschutz in Wien zuständige Stadträtin Ulli Sima.

"Mit einer Unterstützung von 50% zum neuen Hafentor leistet das Klimaschutzministerium einen Beitrag zum modernen Hochwasserschutz des Hafens und zur Attraktivität des Systems Güterschifffahrt. Die Verlagerung auf den energieeffizienten Verkehrsträger Schiff ist eines der Ziele des Mobilitätsmasterplan 2030 und der trimodale Hafen Wien wird durch die gemeinsame Investition um ein weiteres Stück attraktiver und sicherer," so die Vertreterin des Klimaschutzministeriums Sektionschefin Vera Hofbauer.

"In den vergangenen Jahren haben wir den Hafen Wien kräftig ausgebaut, neue Umschlageinrichtungen und Lagerflächen geschaffen und auch in die Verbreiterung der Dienstleistungspalette investiert. Denn der Hafen Wien ist eines der größten und wichtigsten Logistikzentren an der Donau und damit ein wichtiger Pfeiler für die Wirtschaft. Ab sofort können wir - falls nötig - nun auch den Hafen Albern hochwassersicher machen. Damit schützen wir nicht nur die Infrastruktur vor Ort, sondern auch die Unternehmen, die sich hier angesiedelt haben", so Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer.

Neues Hafentor: Ein Stahlkoloss mit 250 Tonnen und kunstvollem Finish

30 Meter lang, 14,25 Meter hoch und 250 Tonnen schwer ist das neue, komplett aus Stahl gefertigte Hafentor. Um dem riesigen Druck, der mit dem Hochwasser verbunden ist, Stand zu halten, hat der Stahlkörper eine Stärke von 2,1 Metern und entspricht der Höhe eines dreistöckigen Gebäudes.

Das Hafentor arbeitet nach dem Prinzip eines Schiebetores: Noch bevor ein heranziehendes Hochwasser die Stadtgrenze von Wien erreicht, wird das Hafentor geschlossen. Je nach lokalem Wasserstand dauert es 20 bis 30 Minuten, bis das mächtige Tor den Hafen dichtmacht. Den Wasserstand innerhalb des geschützten Hafenbeckens regelt danach ein eigenes Pumpwerk. Drei große Tauchpumpen ermöglichen ein Abpumpen von rund zwei Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

"Auf Grund des Klimawandels werden starke Hochwasserereignisse künftig häufiger vorkommen. Der neue Hochwasserschutz ist für ein so genanntes Jahrhundert-Hochwasser mit einer Durchflussmenge der Donau von 14.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ausgelegt. Ohne Hafentor würde bei einer solchen Naturkatastrophe der Hafen bis zu drei Meter unter Wasser stehen", so Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafen Wien.

"Gut funktionierende Logistikketten sind derzeit in aller Munde. Durch das Hafenschutztor ist die zuverlässige Versorgung, insbesondere mit Getreide, nun auch in Hochwasserzeiten gewährleistet. Schließlich befinden sich auf dem Gelände im Hafen Albern unter anderem fünf große Getreidespeicher mit einer Kapazität von insgesamt 90.000 Tonnen", so Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafen Wien.

Zum Abschluss der Errichtungsarbeiten hat das Hafentor in Albern ein kunstvolles Finish erhalten: Die Schleuse sowie das Bürogebäude des Hafentors wurden rundum mit den offiziellen nautischen Signalflaggen beschriftet. Auf rund 120 Quadratmeter Fläche applizierte der Künstler Marcus Geiger eine bunte Flaggensignal-Abfolge, die "Hafen Albern Wien 2022" bedeutet.

Hochwasserschutz auch von EU gefördert

Der Donauhochwasserschutz wurde in den letzten Jahren in Wien bereits massiv ausgebaut und verdichtet. Bei dem Projekt im Alberner Hafenbecken wurden insgesamt rund 22 Millionen Euro investiert. Diese wurden durch EU Fördermittel (rund 4 Mio. Euro), sowie einer Kostenbeteiligung durch den Bund (11 Mio. Euro) und Investitionen durch die Stadt Wien (rund 7 Mio. Euro) ermöglicht.

Hafen Wien als Wirtschaftsstandort

Angebunden an eine perfekte Straßen-, Schienen- und Wasserinfrastruktur liegt das größte Logistikzentrum Ostösterreichs, der Hafen Wien. Der Hafen Wien ist als Tochter der Wien Holding ein Unternehmen der Stadt Wien. Mit einer Fläche von drei Millionen Quadratmetern fungiert er mit seinen drei Häfen, Freudenau, Albern und dem Ölhafen Lobau, als trimodale Logistikdrehscheibe. Mit rund 100 angesiedelten Unternehmen und bis zu 5.000 Arbeits-plätzen am Standort ist der Hafen Wien ein wichtiger Arbeitgeber. Mit seiner Lage an den drei Ten-T-Korridoren ist er einer der wichtigsten Hinterland-Hubs Europas, vor allem für die großen Nordseehäfen und die adriatischen Häfen. Information zum Unternehmen finden Sie unter www.hafenwien.com

Als wir hörten, die Schatzinsel (exquisite Badenmoden) aus Gänserndorf hat einen Stand am Adventmarkt in Deutsch Wagram mussten wir unbedingt vorbeischauen, Badenmoden am Adventmarkt?

Epidermolysis bullosa ist eine angeborene, nicht heilbare Hauterkrankung, die das Leben von Betroffenen und ihren Angehörigen stark beeinflusst. Die Erkrankung wird auch "Schmetterlingskrankheit" genannt, da die Haut der Betroffenen so empfindlich wie ein Schmetterlingsflügel ist. Free Blue Riders und Horvath Spirituosen stellen sich in Dienst der...

Nach Coronapause findet der Adventzauber in Markgrafneusiedl statt, zum ersten Mal auch bei der Ruine. Ein traumhafter Ort für den Adventzauber, das ließ nicht nur die Besucher schwärmen.